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The Ultimate Fighter 12 Finale Ergebnisse

Wer wurde neuer Ultimate Fighter? Wer gewann das Duell der Weltergewichtstalente? Wie schlugen sich die „TUF“-Veteranen Stephan Bonnar und Kendall Grove?  Hier findet ihre alle wesentlichen Informationen zu der Veranstaltung aus Las Vegas, Nevada.

Fünf Minuten lang sah es ganz danach aus, als würde Michael Johnson die zwölfte Staffel des TV-Hits The Ultimate Fighter gewinnen. Das Leichtgewicht schlug seinen Kontrahenten Jonathan Brookins mit einer Linken nieder und traf ihn anschließend im Stand nach Belieben. Brookins vernachlässigte weiter sträflich seine Deckung und musste einige weitere Treffer nehmen. Aufgrund seiner guten Nehmerqualitäten rettete er sich jedoch in die Rundenpause.

Zu Beginn der zweiten Runde war Brookins wie ausgewechselt. Er brachte Johnson zu Boden und bearbeitete ihn mit Schlägen und Ellenbogenstößen. Johnson konnte zwischenzeitlich aufstehen, musste sich aber in Kürze erneut gegen Brookins‘ Ground and Pound verteidigen. Genauso lief auch die dritte Runde ab. Johnson versuchte es wieder mit Schlagkombinationen, doch Brookins verlagerte das Geschehen auf den Boden und attackierte mit Ground and Pound.

Nach einer – aus seiner Sicht – misslungenen ersten Runde konnte Jonathan Brookins das Blatt durch seine Überlegenheit im Ringen und Bodenkampf noch wenden und einen einstimmigen Punktsieg herausholen. Das Mitglied von Team GSP ist somit der Sieger von The Ultimate Fighter 12.

Anfang des Jahres wurde Stephan Bonnar von vielen Seiten ein Rücktritt nahe gelegt. Der Finalist von The Ultimate Fighter 1 war dazu noch nicht bereit und kehrte im Juli mit einem Sieg gegen Krzysztof Soszynski in die Erfolgsspur zurück. Als nächstes wartete Igor Pokrajac auf ihn.

Bonnar bestimmte den Kampf sowohl im Stand als auch auf dem Boden. Er setzte Pokrajac mit Schlagkombinationen und mit Kniestößen aus dem Thaiclinch zu, auf der Matte arbeitete er mit Ground and Pound. Zwar befand sich der Kroate nie in ernsthafter Gefahr, den Kampf vorzeitig zu verlieren, allerdings konnte er offensiv nur in seltenen Momenten glänzen. Der einstimmige Punktsieg für Bonnar war nach drei Runden eine klare Angelegenheit.

Auch Demian Maia sicherte sich einen einstimmigen Punkteentscheid. Der Brasilianer brachte Kendall Grove, Sieger von The Ultimate Fighter 3, in den ersten beiden Runden nach Belieben zu Boden – insbesondere mit seinem Single-Leg-Takedown. Auf der Matte erarbeitete sich Maia einige dominante Positionen, doch Grove verteidigte sich geschickt gegen seine Aufgabegriffversuche.

Im Bewusstsein, die ersten beiden Runden verloren zu haben, ging Grove in Runde drei aggressiver zu Werke. Er traf Maia einige Male im Stand, aber es war nicht genug, um den Kampf noch zu drehen. Alle drei Punktrichter stimmten für Maia, der seinen dritten Punktsieg in diesem Jahr feierte.

Auf dem Papier war Johny Hendricks, zweifacher NCAA Division I Landesmeister, seinem Gegner Rick Story ringerisch bei weitem überlegen. Im Octagon sah die Sache jedoch ganz anders aus: In den ersten beiden Runden erzielte Story mehr Takedowns als Hendricks. Lange hielten sie sich aber nie auf der Matte auf, es ging zumeist in Windeseile zurück auf die Beine. Im Stand zermürbte Story Hendricks mit etlichen Körpertreffern.

In Runde drei flachte das Geschehen etwas ab, keiner der beiden kam mehr zu nennenswertem Erfolg. Die Punktrichter werteten den Kampf einstimmig für Rick Story, der nun fünfmal in Folge ungeschlagen ist und im nächsten Jahr einen Kampf gegen einen Spitzenkämpfer der Weltergewichtsklasse sicher hat.

Das Punkturteil nach dem Kampf zwischen Leonard Garcia und dem „TUF 12“-Halbfinalisten Nam Phan gewann den Preis für die strittigste und kontroverseste Punktentscheidung des Jahres.

Während Garcia zwar hart zuschlug und stellenweise sehr aggressiv auf Phan zustürmte, konterte Phan ihn immer wieder mit schnellen Schlägen zum Kopf und Körper aus. Phan traf häufiger und seine Angriffe waren effektiver als die von Garcia. Zudem brachte er Garcia in der zweiten Runde zu Boden und beendete den Kampf um ein Haar mit einem Rear Naked Choke. Nichtsdestotrotz wusste nur ein Punktrichter seine Leistung mit einer Wertung zu seinen Gunsten zu würdigen. Die anderen beiden Punktrichter belohnten Garcia für seine windmühlenartigen Schläge in die Luft und gaben ihm den Sieg.

Nicht nur Phan, sondern auch Garcia und dessen Trainer waren ob dieses krassen Fehlurteils schockiert. Garcia zeigte sich als fairer Sieger und bot einem geknickten Phan direkt im Anschluss einen Rückkampf an.

Im Kampf zweier „TUF 12“-Teilnehmer zwang Cody McKenzie den Engländer Aaron Wilkinson nach knapp zwei Minuten zur Aufgabe und erhöhte damit seine Kampfbilanz auf 12-0. Es war McKenzies zehnter Sieg durch Guillotine Choke in Folge.

Ian Loveland besiegte Tyler Toner einstimmig nach Punkten. In den Runden eins und zwei schlug Loveland Toner nieder, doch Tyler kämpfte sich beide Male wieder zurück. Zum Sieg reichte es jedoch nicht mehr. Kyle Watson schlug seinen „TUF 12“-Kollegen Sako Chivitchian einstimmig nach Punkten, indem er ihn im Stand auspunktete und vereinzelt mit Takedowns erfolgreich war.

Im ersten Bantamgewichtskampf in der Geschichte der UFC gewann Nick Pace mit einem spektakulären Aufgabegriff gegen Will Campuzano. Nachdem er die ersten beiden Runden gewonnen hatte, nahm Pace Campuzano in einen Würgegriff, der wie eine Mischung aus Triangle Choke und Gogoplata aussah und brachte ihn damit zur Aufgabe.

Der erste Federgewichtskampf in der Geschichte der UFC hatte ein nicht minder spektakuläres Ende: Pablo Carza knockte den mehrfachen BJJ-Weltmeister Fredson Paixao mit einem gewaltigen eingesprungenen Kniestoß eiskalt aus.

Im Eröffnungskampf der Veranstaltung musste der „TUF 11“-Teilnehmer Rich Attonito seine erste Niederlage im Octagon einstecken. Der BJJ-Schwarzgurt Dave Branch presste Attonito drei Runden lang gegen den Käfig und kontrollierte ihn auf dem Boden. Dadurch fuhr Branch einen einstimmigen Punktsieg ein.