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UFC 158: St. Pierre beendet Kapitel Diaz

Hier findet ihr alle wesentlichen Informationen zu UFC 158 in Montreal, Quebec, Kanada.

Seit Jahren spukt Weltergewichtsweltmeister Georges St. Pierre ein Geist im Kopf herum. Dessen Name lautet Nick Diaz. Im Hauptkampf für UFC 158 hat St. Pierre ihn endgültig vertrieben. Es war zwar nicht „die schlimmste Tracht Prügel seines Lebens“, die St. Pierre ihm prophezeit hatte, doch der Kanadier ließ Diaz in keiner der fünf Runden ihres Weltmeisterschaftskampfes zum Zuge kommen.

Es dauerte nur wenige Sekunden ehe St. Pierre den Herausforderer das erste Mal zu Boden brachte. Diaz versuchte ständig, sich mit einer Rolle aus der Umklammerung des Titelverteidigers zu befreien, aber die Kontrolle und Balance von St. Pierre waren zu stark.

Die weiteren Runden ähnelten der ersten Runde sehr, nur dass St. Pierre größere Bereitschaft zeigte, mit Diaz im Stand zu kämpfen – und das mit Erfolg. Sein blitzschneller Jab traf Diaz mehrere Male mitten im Gesicht.

Ein Körpertreffer mit seiner Rechten in Runde drei war die bis dato nennenswerteste Offensivleistung von Diaz, der sich allerdings immer besser gegen St. Pierres Takedowns verteidigte. Mit geraden Schlägen verpasste er St. Pierre eine blutige Nase, doch wenig später fand er sich erneut auf dem Boden wieder.

Obwohl Diaz nach Punkten deutlich hinten lag, drückte er in den Runden vier und fünf nicht aufs Gaspedal. St. Pierre verlangsamte sein Tempo, arbeitete aber weiter auf Takedowns hin, die er schließlich auch bekam.

Alle drei Punktrichter werteten 50-45 für St. Pierre, der nun mit acht Siegen den alleinigen Rekord hält für die meisten Titelverteidigungen und die meisten Titelverteidigungen hintereinander in der Weltergewichtsklasse.

Hendricks und Condit liefern „Kampf des Jahres“ ab

Johny Hendricks verteidigte mit einem einstimmigen Punktsieg über den ehemaligen Interimsweltmeister Carlos Condit seinen Platz als Herausforderer Nr. 1.

Hendricks jagte Condit in den ersten beiden Runden mit seinem berüchtigten linken Dampfhammer durch das Octagon und landete damit mehrere Wirkungstreffer. Condit antwortete mit Kniestößen und geraden Schlägen. Beide Kämpfer waren schwer angeklingelt, aber beide kämpften sich wieder zurück.

Die Takedowns von Hendricks, einem zweifachen Landesmeister im Collegeringen, machten an diesem Abend den Unterschied aus. Insgesamt zwölf Mal landete Condit während ihres drei Runden langen Kampfes auf dem Boden.

In der dritten Runde attackierte Condit einen erschöpft wirkenden Hendricks mit seinem kompletten Muay-Thai-Arsenal aus Schlägen, Tritten, Kniestößen und Ellenbogenstößen, doch das reichte nicht, um den Sieg zu stehlen.

Alle drei Punktrichter sahen Hendricks mit 29-28 vorne. Für ihn ist nun die Zeit für einen Kampf um die Weltmeisterschaft im Weltergewicht gekommen.

Ellenberger verdirbt Marquardts Rückkehr

Das Weltergewicht Jake Ellenberger meldete bei UFC 158 Titelansprüche an. Sein Gegner, der Rückkehrer Nate Marquardt, griff Ellenberger zunächst mit Lowkicks an. Ellenberger trieb Marquardt mit seinen Schwingern zurück und stellte ihm am Käfig.

Marquardt wollte Ellenberger mit einem Tritt auf Distanz halten, doch der feuerte eine Links-Rechts-Kombination ab und schlug Marquardt damit zu Boden. Weitere Schläge brachten den Ringrichter dazu, den Kampf nach exakt drei Minuten zu beenden.

Punktsiege für Camozzi und Ricci

Chris Camozzi und der Kanadier Nick Ring lieferten sich eine drei Runden lange Schlacht im Stand. Im Anschluss sahen zwei Punktrichter Camozzi vorne, während einer für Ring wertete.

Im Kampf zweier „Ultimate Fighter“-Finalisten setzte sich der Kanadier Mike Ricci gegen den Engländer Colin Fletcher einstimmig nach Punkten durch. Ricci erwies sich im Stand als der variablere Kämpfer und punktete zudem mit Takedowns und Ground and Pound.

Kanadier siegen im Vorprogramm

Patrick Cote gewann sein Weltergewichtsdebüt gegen Bobby Voelker einstimmig nach Punkten.

Darren Elkins besiegte den Kanadier Antonio Carvalho nach 3:06 Minuten der ersten Runde durch technischen Knockout.

Der debütierende Kanadier Jordan Mein setzte sich gegen Dan Müller nach 4:42 Minuten der ersten Runde durch technischen Knockout durch.

Der Kanadier John Makdessi bezwang Daron Cruickshank einstimmig nach Punkten.

Rick Story besiegte Quinn Mulhern nach 3:05 Minuten der ersten Runde durch technischen Knockout.

„Ultimate Fighter 14“-Finalist TJ Dillashaw gewann gegen den Japaner Issei Tamura nach 26 Sekunden der zweiten Runde durch Knockout.

George Roop erkämpfte sich gegen Reuben Duran einen einstimmigen Punktsieg.