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Stipe Miocic wandelt auf Cro Cops Spuren

Ein Schwergewicht mit kroatischen Wurzeln räumt in der UFC auf.

Drei Wochen bevor der kroatische Superstar Mirko „Cro Cop“ Filipovic im Oktober vergangenen Jahres die UFC verließ, gewann Stipe Miocic sein Debüt in der UFC. Jetzt, wo Filipovic nicht mehr im Octagon kämpft, liegen die Hoffnungen der kroatischen Kampfsportfans auf Miocic.

Miocic ist im US-Bundesstaat Ohio geboren und aufgewachsen, seine Familie stammt jedoch aus Kroatien. In Anlehnung an sein großes Vorbild, den Kickboxer und MMA-Kämpfer Filipovic, trägt das 29 Jahre alte Schwergewicht bei seinen Kämpfen eine enge schwarze Hose, auf der die kroatische Flagge abgebildet ist.

„Cro Cop ist eine Legende, und es war fantastisch, ihn kämpfen zu sehen“, sagt Miocic. „Er ist ein hart arbeitender Sportler mit vernichtenden Techniken, ein großartiger Kämpfer und ein großartiger Mensch.“

Miocic ist seit seiner Kindheit ein erfolgreicher Sportler. Auf der High School und dem College glänzte er im Baseball, Football und Ringen. Als er an der Cleveland State University Kommunikation und Marketing studierte, war er Ringer in der höchsten Leistungsklasse, der Division I, und trat gleichzeitig für die Baseballmannschaft der Universität an. Nebenher gewann er in seinem Bundesstaat den Golden-Gloves-Titel im Boxen.

Nach fünf gewonnenen Amateurkämpfen war es im Februar 2010 Zeit für sein Profidebüt im Mixed Martial Arts. Miocic gewann es innerhalb von 17 Sekunden durch TKO.

„Ich habe hart dafür gearbeitet“, sagt Miocic. „Je härter man arbeitet, umso bessere Ergebnisse erzielt man – dafür bin ich der beste Beweis. Egal was ich tue, ich gebe immer alles. Und ich versuche, mich mit jedem Kampf zu verbessern.“

Miocic, der neben seiner Profikarriere noch immer als Feuerwehrmann und Rettungssanitäter arbeitet, hätte nach seinem College-Abschluss eine weniger schmerzhafte Profisportlerkarriere einschlagen können: Mehrere Teams aus der höchsten Profiliga, der MBL, waren an ihm interessiert. Miocic entschied sich aber für den MMA-Sport.

„Ich liebe Baseball, es ist ein großartiger Mannschaftssport, aber beim Mixed Martial Arts stehen sich nur zwei Sportler gegenüber“, sagt Miocic. „Er oder Ich, nur einer wird gewinnen – das ist das Tolle daran.“

Nach seinem erfolgreichen Profidebüt folgten fünf weitere Siege – alle innerhalb der ersten beiden Runden – und der Gewinn des Schwergewichtstitels der NAAFS. Am 8. Oktober 2011 debütierte Miocic in der UFC. Bei UFC 136 besiegte er den Mexikaner Joey Beltran einstimmig nach Punkten – sein erster Kampf über die vollen drei Runden.

„In einer perfekten Welt legt sich jeder deiner Gegner in der ersten Runde schlafen“, erzählt Miocic. „Aber das passiert nicht, wenn man gegen so zähe Kerle wie Joey Beltran kämpft, die stur nach vorne marschieren und alles einstecken können. Ich wusste, dass ich mich viel bewegen und dass ich viel schlagen musste, also habe ich das auch getan. In dieser dritten Runde lernte ich sehr viel.“

Im Februar dieses Jahres schlug Miocic den unbesiegten Engländer Phil De Fries bei UFC on Fuel TV 1 in 43 Sekunden KO. Vor wenigen Tagen setze er sich bei UFC 146 gegen den ebenfalls unbesiegten Shane Del Rosario in der zweiten Runde via TKO durch und erhöhte damit seine Kampfbilanz auf 9-0.

Schon vor seinem Octagon-Debüt sagte man Miocic das Potential nach, in der UFC in kurzer Zeit um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht kämpfen zu können. Seine ersten drei Siege im Octagon bestätigen das. Er selbst kümmert sich jedoch nicht darum, was Fans und Experten sagen und  versucht, trotz all des Lobs auf dem Boden zu bleiben.

„Es ist wichtig, dass man die richtigen Menschen hinter sich hat – Trainer, Familie und Freunde – und sich nicht zu viele Gedanken über den Hype macht“, sagt Miocic. „Ich mache einfach das, was ich bisher gemacht habe, das, was mich hierher gebracht hat. Ich will ungeschlagen bleiben und den Sieg mit nach Hause nehmen, egal wie – Punktsieg, Aufgabe, Knockout, das ist mir egal. Was zählt, ist der Sieg. Der Rest kommt dann von ganz alleine.“