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Shogun verspricht einen großen Sieg

Am 4. August will sich Mauricio „Shogun“ Rua bei UFC on Fox 4 mit einem Sieg über Brandon Vera einen weiteren Weltmeisterschaftskampf sichern.

Mauricio „Shogun“ Rua und Dan Henderson lieferten sich im vergangenen November bei UFC 139 eine fünf Runden lange Schlacht, die diesen Namen auch wirklich verdient hat. Henderson dominierte in den ersten drei Runden und setzte Rua schwer zu, der wendete in der vierten Runde das Blatt und hatte Henderson mehrfach am Rande einer Niederlage. Es war nicht nur der „Kampf des Jahres“, sondern einer der besten Kämpfe in der Geschichte der UFC.

„Nach der Veranstaltung flog ich zurück und fuhr vom Flughafen direkt zum Haus meiner Mutter“, erzählt der 30 Jahre alte Brasilianer. „Sie meinte, sie müsse ein ernstes Wörtchen mit mir reden. Dann wollte sie, dass ich meine Kampfsportkarriere beende. Ich antwortete, sie scherze wohl, drehte mich um und ging. Ich liebe das Kämpfen. Es ist ein Teil von mir, so bin ich nun mal.“

Bereits seit 1997 ist das Kämpfen ein Teil von Rua. Es dauerte allerdings noch weitere fünf Jahre, ehe er sein Profidebüt gab. Nach Siegen in Brasilien und Japan feierte Rua 2005 im Ring von PRIDE seinen großen Durchbruch. Mit Siegen über Quinton „Rampage“ Jackson, Antonio Rogerio Nogueira, Alistair Overeem und Ricardo Arona gewann er binnen weniger Wochen den Grand Prix in der Gewichtsklasse bis 93 Kilogramm.

„Damals kämpften die besten Sportler der Welt in Japan“, blickt Rua zurück. „Ich war der letzte Teilnehmer, der zu diesem Turnier eingeladen wurde. Ich ging ohne jegliche Erwartungen in das Turnier und besiegte die beiden größten Favoriten. Mit dem Turniersieg zeigte ich der Welt erstmals mein gesamtes Potential.“

Der ganz große Wurf gelang Rua 2010 im Rückkampf gegen seinen Landsmann Lyoto Machida. Aus ihrer ersten Begegnung ging Machida als einstimmiger Punktsieger hervor, doch das Urteil wurde anschließend stark kritisiert. Im zweiten Duell schlug Rua Machida bereits in der ersten Runde KO und gewann somit den Weltmeistertitel im Halbschwergewicht.

„Der erste Kampf gegen Lyoto war kontrovers“, erzählt Rua. „Jeder dachte, ich hätte ihn gewonnen, sogar Dana White und Lorenzo Fertitta. Glücklicherweise kam es zu einem Rückkampf. Ich analysierte unseren ersten Kampf, fand seine Schwachstellen, besiegte ihn und wurde Weltmeister. Das war ein weiterer erfüllter Traum in meiner Karriere, ein weiterer großartiger Augenblick in meinem Leben.“

Rua, ein Muay-Thai-Spezialist und BJJ-Schwarzgurt, verlor seinen Titel im März 2011 bei seiner ersten Verteidigung an Jon Jones, der wie er bereits in jungen Jahren auf Weltklasseniveau kämpft und siegt. Im August rehabilitierte sich Rua in seiner Heimat mit einem schnellen KO-Sieg über Forrest Griffin, welcher ihn 2007 bei seinem UFC-Debüt schlagen konnte.

Am 4. August tritt Rua im Hauptkampf von UFC on Fox 4 in Los Angeles, Kalifornien gegen Brandon Vera an, der nach einer schwierigen Zeit noch einmal versuchen will, sich ins Titelgeschehen vorzukämpfen.

„Ich werde nicht zulassen, dass Brandon Vera mich als Sprungbrett benutzt“, sagt Rua. „Einer von uns beiden wird KO gehen, und das werde nicht ich sein, sondern er.“

Zwar unterlag Rua im November im „Kampf des Jahrzehnts“ dem neuen Titelherausforderer Dan Henderson, doch UFC-Präsident Dana White war von Ruas Leistung in diesem Kampf so angetan, dass er nun verlauten ließ, Rua bekäme im Falle eines Sieges über Brandon Vera wieder einen Titelkampf.

„Es ist mein großer Traum, noch einmal um die Weltmeisterschaft kämpfen zu dürfen“, sagt Rua. „Um diesen Titelkampf zu bekommen, muss ich Brandon Vera besiegen. Am 4. August werde ich einen großen Sieg erkämpfen.“