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Sensationelles Hauptprogramm für Toronto-Debüt am 30. April

Die kanadische Provinz Ontario mit ihrer Hauptstadt Toronto ist einer der weltweit größten Absatzmärkte der UFC. Dafür dankt sie ihren Fans bei UFC 129 mit Titelkämpfen im Weltergewicht und Federgewicht und einem Duell zwischen zwei ehemaligen Weltmeistern.

Der kanadische Volksheld Georges St. Pierre tritt bei UFC 129 zu seiner sechsten Weltergewichtstitelverteidigung an. Mit Josh Koscheck, Dan Hardy, Thiago Alves, BJ Penn und Jon Fitch besiegte er zuletzt die Besten der Besten im Weltergewicht. Wer soll den zweifachen Weltmeister jetzt noch aufhalten?

Womöglich ist Jake Shields die Antwort auf diese Frage. Der seit Dezember 2004 in fünfzehn Kämpfen unbesiegte US-Amerikaner gehört seit Jahren zur obersten Elite in der Weltergewichtsklasse. Vor zwei Jahren wechselte er – weil er außerhalb der UFC alles und jeden besiegt hatte – ins Mittelgewicht und gewann dort sogar den Titel von Strikeforce. St. Pierre ist vielleicht der kompletteste Kämpfer der Welt, aber Shields ist ein exzellenter Ringer und Bodenkämpfer – kaum einer kombiniert Takedowns und brasilianisches Jiu-Jitsu so erfolgreich wie der Herausforderer. Alles ist möglich, wenn es Shields gelingt, St. Pierre zu Boden zu bringen.

Der zweite Titelkampf bei UFC 129 ist nicht minder spannend: Der Federgewichtsweltmeister Jose Aldo verteidigt zum ersten Mal seinen Gürtel. Der in Ontario geborene Mark Hominick will vor heimischem Publikum die elf Kämpfe umfassende Siegesserie des Brasilianers beenden und sich die Federgewichtskrone schnappen.

Aldo wird aufgrund seiner zerstörerischen Fähigkeiten im Muay Thai oft mit dem Mittelgewichtskönig Anderson Silva verglichen: Er ist blitzschnell, präzise und schlagkräftig und sorgt für spektakuläre Knockouts. Hominick ist jedoch der gefährlichste Standkämpfer, dem Aldo bislang gegenüberstand – ein sehr guter Techniker, der sich vor Aldos Können mit Sicherheit nicht verstecken muss. Eine ideale Kampfpaarung für das erste Federgewichtstitelduell in der Geschichte der UFC.

Ursprünglich für UFC 122 angesetzt, wurde der Halbschwergewichtskampf zwischen den Ringern Vladimir Matyushenko und Jason Brilz erst abgesagt und dann auf UFC 129 verschoben. Die Veteranen, die seit vierzehn bzw. elf Jahren im MMA-Sport aktiv sind, haben sich für das Jahr 2011 vorgenommen, den Anschluss an die Spitzengruppe ihrer Gewichtsklasse wieder herzustellen. Eine Niederlage kann sich also keiner der beiden leisten.

Die lebende Legende Randy Couture ist an einem Punkt in seiner Karriere angelangt, in dem er nur noch Kämpfe annimmt, die ihn vor eine persönliche Herausforderung stellen. Eine solche bietet Lyoto Machida. Der frühere Weltmeister im Halbschwergewicht hat einen der ungewöhnlichsten Kampfstile im MMA-Sport, den bislang nur Mauricio „Shogun“ Rua und Quinton „Rampage“ Jackson entschlüsseln konnten. Der fünffache UFC-Weltmeister Couture ist sich sicher, dass auch er den Brasilianer knacken kann. Am 30. April muss er diese Aussage im Octagon beweisen.

Mark Bocek, der direkt aus Toronto, Ontario stammt, ist einer der besten Bodenkämpfer Kanadas. Nach seinem blitzsauberen Aufgabesieg gegen Dustin Hazelett im vergangenen Dezember forderte er als nächstes einen erstklassigen Gegner. Diesen Wunsch bekommt er bei UFC 129 erfüllt: Im ersten Kampf des Hauptprogramms trifft Bocek auf Ben Henderson, den ehemaligen Leichtgewichtschampion von World Extreme Cagefighting. Bevor Henderson seinen Titel vor fünf Monaten an Anthony Pettis verlor, war er zehnmal in Folge siegreich. Bekannt ist der BJJ-Braungurt vor allem für seinen gefährlichen Guillotine Choke und seine unglaubliche Defensive gegen Aufgabegriffe. Bocek bekommt für seinen Auftritt vor heimischer Kulisse also genau das, wonach er verlangt hat.