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Ryan Couture: Wie der Vater, so der Sohn?

Der Sohn des legendären Randy Couture debütiert am 6. April bei „UFC on Fuel TV 9“ in der UFC.

Es ist schwer, in die Fußstapfen eines Vaters zu treten. Es ist fast unmöglich, wenn diese Fußstapfen einem der besten Vertreter seiner Zunft gehören. Ryan Couture versucht es dennoch. Der sohn des fünffachen Weltmeisters Randy Couture feiert am 6. April bei „UFC on Fuel TV 9“ in Schweden sein Debüt im Octagon.

Couture Junior, 1982 geboren, musste in seinen ersten sechs Lebensjahren häufig umziehen, da sein Vater damals beim Militär diente. Seine einzige Konstante war das Ringen, denn nebenher arbeitete Couture Senior an seiner sportlichen Karriere in dieser jahrhundertealten Kunst.

„Ich wuchs praktisch auf der Matte auf“, sagt Couture. „Es war toll, von so vielen hochklassigen Sportlern umgeben zu sein und es hat mich definitiv inspiriert, selbst ein Sportler zu werden.“

1997 wandte sich Randy dem MMA-Sport zu und begann seine beispiellose Laufbahn in der UFC, die ihn zu fünf Weltmeistertiteln führte. Ryan war dabei immer an seiner Seite.

„Als Jugendlicher sah ich meinem Papa immer beim Kämpfen zu“, sagt Couture. „Es war unmöglich, kein Fan des Sports zu werden.“

Auf der High School war Couture noch ein Mitglied des Ringerteams, doch als er aufs College ging, änderten sich seine Interessen. Dort ließ er sich, in eigenen Worten, „zu sehr gehen“. Um wieder in Form zu kommen, begann Couture im Jahr 2006, brasilianisches Jiu-Jitsu zu trainieren. Kurze Zeit später folgte Muay Thai. Ehe er sich versehen konnte, übte er wieder denselben Sport aus wie sein mittlerweile berühmter Vater.

„Je mehr ich wusste, umso mehr wollte ich wissen“, sagt Couture. „Ich bin ein technischer und intelligenter Kämpfer, egal ob ich im Stand oder auf dem Boden kämpfe. Ich gebe mir große Mühe, in allen Bereichen gefährlich zu sein.“

Im November 2008 wollte Couture, der inzwischen im Bankwesen arbeitete, seine vielseitigen Fähigkeiten in einem Amateur-MMA-Kampf ausprobieren. Das war der Beginn einer neuen Karriere.

„Nachdem ich zum ersten Mal in einem Ring gestanden war, wusste ich, dass ich das für die nächsten Jahre meines Lebens tun wollte“, sagt Couture.

Mit sieben Amateurkämpfen im Rücken trat Couture im August 2010 zu seinem ersten Profikampf an – bei Strikeforce, zu der Zeit die zweitgrößte MMA-Organisation der Welt. In den vergangenen zweieinhalb Jahren kämpfte Couture sieben Mal für Strikeforce. Das Ergebnis: sechs Siege, eine Niederlage. Zuletzt gewann er gegen Conor Heun, Joe Duarte und KJ Noons.

„Trotz meiner guten Auftritte bei Strikeforce war mein letzter Amateurkampf gegen Sean Bollinger der wichtigste Kampf meiner Karriere“, sagt Couture. „Zwar endete der Kampf unentschieden, doch es war eine harte Schlacht gegen einen gefährlichen Gegner. Nachdem der Kampf vorüber war, wusste ich, dass ich für eine Profikarriere bereit bin.“

Diese führt ihn nun in die UFC. Am 6. April debütiert er bei „UFC on Fuel TV 9“ in Schweden – sechzehn Jahre nach seinem Vater. Sein Gegner ist das englische Leichtgewicht Ross Pearson, der Gewinner von „The Ultimate Fighter 9“. Eine knifflige Aufgabe für ein Debüt, aber Couture ähnelt in der Hinsicht seinem Vater: Er geht keiner Herausforderung aus dem Weg.

„Ich habe eine sehr hohe Meinung von Ross Pearson“, sagt Couture. „Er ist ein schwieriger Gegner und eine große Herausforderung, aber ich freue mich, dass ich meine Fähigkeiten an ihm austesten kann. Vor meinen Kämpfen wirke ich immer wie der Außenseiter. Aber das motiviert mich, im Käfig alles zu geben.“