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Renan Barao will für Brasilien gewinnen

Der MMA-Sportler mit der längsten aktiven Siegesserie kämpft am 20. Juli bei UFC 149 gegen Urijah Faber um den Interimstitel im Bantamgewicht.

Die UFC befindet sich fest in brasilianischer Hand. Die Weltmeisterschaftstitel im Schwergewicht, Mittelgewicht und Federgewicht werden von Brasilianern gehalten. Renan Barao hat sich für den 21. Juli vorgenommen, auch den Interimstitel im Bantamgewicht an den Zuckerhut zu holen.

„Ich möchte diesen Titel nach Brasilien bringen“, sagt Barao. „Aber nicht nur für mich, sondern für alle Brasilianer, für mein Team, meine Familie, meine Freunde und alle Fans, die mich von Anfang an unterstützt haben. Unsere jahrelange harte Arbeit wird sich endlich auszahlen.“

Aufgrund der Knieverletzung des amtierenden Bantamgewichtsweltmeisters Dominick Cruz erhält Barao bei UFC 149 in Kanada gegen Urijah Faber die Chance, um den ersten Titel in seiner Profikarriere zu kämpfen.

„Mit diesem Kampf geht ein Traum für mich in Erfüllung“, erzählt der 25 Jahre alte Brasilianer. „Ich habe mich mein ganzes Leben lang darauf vorbereitet, und jetzt ist es endlich soweit. Seit ich kämpfe, will ich der Beste sein und mich mit den Besten messen. Als Weltmeister gibt mir jeder Kampf die Gelegenheit dazu.“

Barao gilt bereits als der beste Kämpfer der Welt, der noch keinen Weltmeistertitel gewonnen hat. Er hält die längste noch bestehende Siegesserie im MMA-Sport. Seit der Punktniederlage in seinem Profidebüt, welches er im jungen Alter von achtzehn Jahren machte, hat er 28 Kämpfe in Folge für sich entschieden, 19 davon vorzeitig.

Im Juni 2010 waren die Erwartungen dementsprechend groß, als Barao bei der mittlerweile aufgelösten Veranstaltungsreihe World Extreme Cagefighting debütierte.

„Anthony Leone brachte mich in der dritten Runde zu Boden, aber ich kontere und zwang ihn mit einem Armhebel zur Aufgabe“, erinnert sich Barao, der als nächstes gegen den heutzutage in der UFC kämpfenden Chris Cariaso antrat.

„Im Kampf gegen Chris Cariaso ging ich aggressiver vor und zwang ihn schneller zur Aufgabe“, sagt Barao über seinen Vier-Minuten-Sieg.

Nachdem die UFC die leichteren Gewichtsklassen von WEC bei sich eingegliedert hatte, debütierte Barao im Mai 2011 im Octagon, wo er auf den ersten Federgewichtschampion von WEC traf.

„In meinem UFC-Debüt kämpfte ich gegen Cole Escovedo“, sagt Barao. „In der dritten Runde entschied ich mich dazu, alles auf eine Karte zu setzen. Dadurch erzielte ich einige Treffer, die mir den Punktsieg sicherten.“

Im November 2011 kämpfte Barao gegen den Engländer Brad Pickett. Barao klingelte ihn mit einem Kniestoß an, schlug ihn mit einer Schlagkombination nieder und holte sich anschließend mit einem Rear Naked Choke den Sieg.

„Er versuchte aufzustehen, ich sprang ihm auf den Rücken und dann war der Kampf auch schon zu Ende“, sagt Barao.

Diesen Februar traf Barao bei UFC 143 auf den bislang schwersten Gegner in seiner Karriere, den schlagkräftigen Ringer Scott Jorgesen.

„Scott Jorgensen ist ein großartiger Sportler und ein zäher Hund“, meint Barao. „Ich konnte meine Strategie umsetzen, seine Takedowns abwehren und ihm aus der Distanz zerlegen.“

Drei souveräne Siege in der UFC genügten Barao, um seine Vorgesetzten davon zu überzeugen, dass er für einen Titelkampf bereit ist. Urijah Faber wird es ihm nicht leicht machen, doch Barao ist sich sicher, dass er die nötigen Fähigkeiten hat, um das frühere Aushängeschild von WEC am 21. Juli zu besiegen.

„Ich denke, dass ich schneller und agiler bin als Faber“, sagt Barao. „Anfangs wird er es noch im Stand versuchen, aber dann wird er schnell zum Ringen übergehen. Ich habe keine Angst, auf der Matte zu landen, denn ich bin ein Schwarzgurt und werde ihm dort große Probleme bereiten. Vielleicht ist er im Ringen besser als ich, aber das heißt nur, dass er sich aussuchen kann, ob er von mir KO geschlagen oder zur Aufgabe gezwungen werden will.“