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Phil Davis will Rashad Evans den Titelkampf wegnehmen

Gewinnt Rashad Evans am 28. Januar bei UFC on Fox 2 gegen Phil Davis, ist er zum dritten Mal der neue Herausforderer auf die Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht. Sind aller guten Dinge drei oder wird Davis zum Spielverderber?

Zweimal hatte Rashad Evans nach seinem Titelverlust einen Kampf um die Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht sicher, zweimal sorgten unglückliche Umstände dafür, dass er diesen wieder verlor. Besiegt er Phil Davis am Samstag im Hauptkampf von UFC on Fox 2, erhält er zum dritten Mal die Chance, den Titel zurückzuerobern. Doch Davis setzt alles daran, Evans den Status des nächsten Herausforderers wegzunehmen.

„Ich habe keine Probleme damit, der Spielverderber zu sein“, sagt Davis mit einem Grinsen. „Wenn ich Rashad am 28. Januar besiege, kann die UFC gar nicht anders, als mich gegen den amtierenden Weltmeister kämpfen zu lassen.“

Fünf Siege in Folge seit seinem UFC-Debüt im Februar 2010 lassen das Selbstbewusstsein von Davis zu Recht in die Höhe schießen. Weder Antonio Rogério Nogueira und Tim Boetsch noch Rodney Wallace, Alexander Gustafsson oder Brian Stann hatten ein Mittel gegen seine ringerische Offensive.

„Im Octagon war ich noch in keiner gefährlichen Situation“, meint der 27 Jahre alte US-Amerikaner. „Es haben schon viele Kämpfer versucht, mich in eine unangenehme Lage zu bringen, aber noch ist es keinem gelungen. Wer weiß, vielleicht ist Rashad ja der Erste. Allerdings glaube ich nicht so recht daran.“

Evans, der als Sieger von The Ultimate Fighter 2 und als früherer Weltmeister im Halbschwergewicht einen großen Vorsprung an Erfahrung hat, sieht diese Tatsache als einen seiner Schlüssel zum Sieg.

„Die fünf Jahre, die ich schon länger im Octagon kämpfe als er, werden meiner Meinung nach eine große Rolle spielen“, erzählt Evans. „Ich habe schon bei großen Veranstaltungen gekämpft. Ich weiß, wie sich das anfühlt, ich weiß, was ich tun muss, um mich mental darauf vorzubereiten. Unser Sport ist physisch sehr belastend, aber auch den psychischen Teil darf man nicht außer Acht lassen.  Daher wird mir meine Erfahrung sehr hilfreich sein.“

Ein Gegner mit mehr Erfahrung ist für Davis allerdings nichts Neues. Alle seine bisherigen Kontrahenten hatten schon lange vor ihm ihre Profidebüts gefeiert. Sein größter Trumpf, neben seinen erstklassigen Fähigkeiten im Ringen, ist sein Einfallsreichtum. Unbekannten Situationen begegnete er stets mit Kreativität anstatt mit Panik.

„Meinen Mangel an Erfahrung mache ich mit der Tatsache wett, dass ich im Herzen ein Champion bin“, sagt Davis. „Ich weiß nicht immer genau, was ich da tue, aber irgendwie finde ich immer einen Weg, um mein Ziel zu erreichen – den Sieg. Das ist etwas, worin ich gut bin.“

So viel Selbstbewusstsein geht Evans auf die Nerven.

„Er kann mich nicht besiegen, er ist nicht bereit dafür“, ärgert sich der 32 Jahre alte US-Amerikaner, der zuletzt Tito Ortiz, Quinton Jackson und Thiago Silva geschlagen hat. „Ich werde ihn auseinander nehmen! Ich habe ihm in die Augen geblickt und gesehen, dass er nicht bereit ist. Er ist nur ein Junge, kein richtiger Kämpfer. Es gibt Menschen, die ohne Bezahlung nicht kämpfen würden, und Phil ist einer davon. Die Tatsache, dass dieser Junge denkt, er könne mich besiegen, stört mich gewaltig.“

Davis denkt aber nicht nur, dass er Evans besiegen könne. Seine Wortwahl fällt etwas deutlicher aus.

„Was den ringerischen Bereich angeht – da wird er untergehen“, lautet das Fazit des NCAA Division I Champions. „Was die restlichen Bereiche angeht – auch da wird er untergehen.“

Hoffentlich hat Evans das nicht mitbekommen…