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Nogueira, Davis und Hardy stürmen Seattle

Erstmals in ihrer Geschichte hält die UFC am 26. März eine Veranstaltung in Seattle, Washington ab. Trotz Verletzungspech sind einige ihrer bekanntesten Kämpfer dabei. Wir stellen euch die vier Hauptkämpfe vor.

Aus dem Duell zwischen zwei angesehenen Veteranen wurde ein Duell zwischen einem angesehen Veteranen und einem aufstrebenden Nachwuchsstar. Phil Davis ersetzt Tito Ortiz im Hauptkampf der UFC Fight Night 24 und trifft auf den Brasilianer Antonio Rogério Nogueira.

Nogueira gewann in seinen ersten beiden UFC-Kämpfen die Boni für den „Knockout des Abends“ und für den „Kampf des Abends“, aber im vergangenen September unterlag er Ryan Bader einstimmig nach Punkten. Der weist einige Parallelen zu seinem jetzigen Gegner Davis auf: Beide sind zum Zeitpunkt des Kampfes unbesiegt, beide sind hervorragende Ringer. Der Unterschied ist, dass Davis seine Stärken im Bodenkampf hat. Umso größer ist daher die Herausforderung, die ihn am Samstag erwartet, denn Nogueira hat neben seinen technisch ausgezeichneten Fähigkeiten im Boxen auch noch einen schwarzen Gürtel im brasilianischen Jiu-Jitsu.

2010 war nicht das Jahr von Dan Hardy. Im März verlor er den Weltergewichtstitelkampf gegen den amtierenden Weltmeister Georges St. Pierre, im Oktober wurde er im Kampf gegen Carlos Condit zum ersten Mal in seiner Karriere ausgeknockt. Bei der UFC Fight Night 24 will sich der englische Kickboxer eindrucksvoll zurückmelden und an die vier souveränen Siege anknüpfen, die ihm den Titelkampf bescherten.

Dasselbe hat auch sein Gegner Anthony Johnson vor. Seit November 2009 ist der schlagkräftige Boxer aufgrund einer Anhäufung von Verletzungen nicht mehr ins Octagon gestiegen – umso heißer ist er auf sein Comeback. Vor seiner langen Pause hinterließ Johnson eine Schneise der Verwüstung, ehe er in seinem letzten Kampf von Josh Koscheck bezwungen wurde. Seid gespannt, wenn zwei der besten Standkämpfer der Weltergewichtsklasse ihre Fäuste schwingen.

Zwei Gegner sagten ihren Kampf gegen Amir Sadollah verletzungsbedingt ab, aber zu guter Letzt fand der „Ultimate Fighter 7“-Gewinner doch noch einen Gegner. DaMarques Johnson, Finalist von The Ultimate Fighter 9, stellt sich am 26. März dem ausdauernden Thaiboxer.

Sadollah schloss das vergangene Jahr mit einem einstimmigen Punktsieg gegen den Deutschen Peter Sobotta bei UFC 122 in Oberhausen ab. Es war sein dritter Sieg im fünften Kampf seit seinem Wechsel ins Weltergewicht. Johnson, ein talentierter Bodenkämpfer, war dieses Jahr bereits einmal im Einsatz: Im Januar zwang er Mike Guymon bei Fight For The Troops 2 in der ersten Runde zur Aufgabe.

Seit fast einem Jahr warten die Fans auf einen ganz speziellen Rückkampf. So lange ist es her, dass Leonard Garcia und der Südkoreaner Chan Sung Jung den besten Kampf des Jahres hinlegten. Ihre drei Runden lange Schlacht war nicht nur aufregend und unterhaltsam, sie endete auch mit einem kontrovers diskutierten Punkturteil: zwei der Punktrichter erklärten Garcia zum Sieger, doch die Zuschauer in der Halle und an den Bildschirmen sahen klar den „koreanischen Zombie“ vorne.

Jung, der aus dem Kickboxen und Hapkido zum MMA-Sport wechselte, wird bei der UFC Fight Night 24 sein UFC-Debüt feiern. Garcia hingegen kämpfte im Jahr 2007 bereits dreimal im Octagon und kehrte im Dezember beim Ultimate Fighter 12 Finale erfolgreich im Federgewicht zurück. Dort besiegte er den „TUF 12“-Teilnehmer Nam Phan nach Punkten. Seine beherzte Leistung brachte ihm den dritten Bonus für den „Kampf des Abends“ im Jahr 2010 ein.