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Nick Diaz ist ein Superheld

Am 16. März fordert Nick Diaz den Weltmeister Georges St. Pierre bei UFC 158 um den Weltergewichtstitel heraus.

Nick Diaz versteht die Welt nicht mehr. Georges St. Pierre, sein Gegner bei UFC 158, bezeichnete ihn als den respektlosesten Kämpfer, der ihm je untergekommen sei und sagte, Diaz habe eine Tracht Prügel verdient.

„Sonst hat er keinen anderen Grund, weswegen er gegen mich kämpfen will?“, meint Diaz. „Ich bin der beste Kampfkünstler hier. Und ich habe eine Tracht Prügel verdient? Ich finde, Georges hat keine Tracht Prügel verdient. Ich will nicht, dass er eine Tracht Prügel bekommt. Ich will nur den Kampf gewinnen. Ich habe einfach versucht, einen Titelkampf zu bekommen und dafür soll ich eine Tracht Prügel verdient haben?“

Vielleicht hat Weltergewichtsweltmeister St. Pierre dem 29 Jahre alte Kalifornier übel genommen, dass der ihn bezichtigte, seine Knieverletzung nur vorzutäuschen, um sich vor einer Titelverteidigung gegen ihn drücken zu können. Diaz erinnert sich daran nicht mehr.

„Das einzig Negative, was ich je über Georges gesagt habe, ist, dass ich an seiner Stelle einen Kampf gegen Anderson Silva fordern würde“, sagt Diaz. „Ich würde mir diese Chance nicht entgehen lassen. Das ist verrückt.“

Ein wahrer Kämpfer

Diaz ist einer, dem man glaubt, dass er sich solch eine Chance nicht entgehen lassen würde. Der ehemalige Strikeforce- und WEC-Champion ist ein Kämpfer durch und durch. Wenige Tage nach seinem 18. Geburtstag bestritt er seinen ersten Profikampf, zwei Jahre später kämpfte er erstmals im Octagon. Zwei große Weltergewichtstitel hat er bereits, aber die Weltmeisterschaft in der UFC fehlt ihm noch in seiner Trophäensammlung.

„Mein Plan ist, besser als jeder andere zu werden – dann werde ich Weltmeister“, sagt Diaz. „Meine Strategie ist ganz einfach: Ich habe besser trainiert, ich bin in allen Bereichen besser und ich habe mich auf alle möglichen Situationen, die in einem Kampf passieren können, eingestellt. Bei UFC 158 knöpfe ich Georges endlich den Titel ab.“

Keine Angst vor den Takedowns

Laut Statistiken ist St. Pierre ist der beste bzw. effektivste Ringer in der UFC. Der Kampf zwischen ihm und Diaz wird früher oder später auf dem Boden ausgetragen – voraussichtlich mit St. Pierre in der Oberlage. Auf diese Weise hat der Kanadier unzählige Gegner neutralisiert, darunter BJ Penn und Carlos Condit. Insbesondere Condit hat eine ähnlich gefährliche Guard wie Diaz.

„Du willst mich zu Boden bringen?“, meint Diaz. „Okay, jetzt hast du ein großes Problem. Niemand sollte mit mir auf den Boden wollen. Condit wollte nicht mit mir auf den Boden. Er wusste es besser und rannte vor mir weg. Georges denkt, er sei auf dem Boden besser als ich. Mir ist das völlig egal. Soll er doch mit mir boxen, mich zu Boden bringen oder das tun, was er sonst auch tut.“

Wie der Schnabel gewachsen ist

Zweifelsohne gehört Diaz zu den besten Kämpfern der Welt. Er gehört aber auch zu den kontroversesten und umstrittensten. Diaz sagt, was er denkt und stößt damit nicht immer auf Gegenliebe. Ein Kämpfer, der oft aneckt, aber von sich selbst sagt, dass er das eigentlich gar nicht möchte.

„Ich würde gerne als jemand angesehen werden, der seiner Linie treu bleibt“, sagt Diaz. „Ich mag es nicht, dass man mich als diesen bösen Menschen porträtiert, der niedergemacht und erobert werden muss. Wenn überhaupt bin ich der Superheld, der mit all dem Mist in diesem Sport aufräumt. Der heutige MMA-Sport ist doch ein langweiliger Haufen Mist.“

Eines ist auf jeden Fall sicher: Wenn Nick Diaz beteiligt ist, wird es nie langweilig.