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Mousasis Mission: Stärke demonstrieren

Am 6. April debütiert Gegard Mousasi bei „UFC on Fuel TV 9“ im Octagon.

Mit 15 zog sich Gegard Mousasi erstmals Boxhandschuhe an. Ein Jahr später war er bereits holländischer Meister im Amateurboxen. Als der Armenier erkannte, dass in seiner neuen Heimat keine Chance auf eine Zukunft im Profiboxen bestand, wandte er sich dem Kickboxen zu – schließlich hat Holland einige der besten Kickboxer aller Zeiten hervorgebracht. Nachdem er anfing, mit seinem Bruder auch noch Grappling zu trainieren, war für Mousasi klar, wo die Reise hingehen würde.

„Die Aussicht, eines Tages ein Weltmeister sein zu können, hat mich schon in jungen Jahren dazu motiviert, viel und hart zu trainieren“, sagt Mousasi. „Ich habe das Potential, in der UFC die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Mit der Zeit werde ich die Menschen davon überzeugen.“

Mit 17 feierte Mousasi sein Profidebüt. Der Erfolg ließ auch im MMA-Sport nicht lange auf sich warten. Mousasi fegte seine Konkurrenz in ganz Europa hinweg. Schnell galt er als eines der hoffnungsvollsten Talente unseres Kontinents. Auffallend war insbesondere seine kämpferische Vielseitigkeit, aufgrund der er auf mittlerweile 29 vorzeitige Siege zurückblicken kann.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass ein guter Schlag oder ein guter Aufgabegriff ausreicht, um einen Kampf zu beenden“, sagt Mousasi.

Die UFC ruft

In Japan erwarb sich Mousasi den Ruf, einer der besten Kämpfer der Welt zu sein. Der 27 Jahre alte Judo-Schwarzgurt gewann den Mittelgewichtstitel und den Halbschwergewichtstitel von DREAM, besiegte unter anderem Hector Lombard, Ronaldo Souza und – in der offenen Gewichtsklasse – das Schwergewicht Mark Hunt. Jetzt ist es für ihn an der Zeit, seine Fähigkeiten im Octagon der UFC zu zeigen.

„Ich freue mich darauf, in der UFC gegen all diese namhaften Kämpfer anzutreten, von denen die Menschen denken, sie seien so gut“, sagt Mousasi. „Viele haben sich seit Jahren gefragt, wie ich wohl in der UFC abschneiden würde. Jetzt werden wir es herausfinden. Ich habe der ganzen Welt etwas zu beweisen. Wie es letzten Endes laufen wird, bleibt abzuwarten, aber ich bin ziemlich zuversichtlich, dass ich in der UFC einiges erreichen werde.“

Wunsch nach Wiedergutmachung

Zuletzt kämpfte Mousasi bei Strikeforce. Sein dortiger Lauf endete mit einer Kampfbilanz von 5-1-1 und dem Gewinn des Halbschwergewichtstitels. Diese eine Niederlage und der damit verbundene  Titelverlust an Muhammed Lawal nagen noch immer an Mousasi, denn die anschließenden Reaktionen der Fans fielen überwiegend negativ aus.

„Ich denke, dass die Menschen mich seitdem unterschätzen“, sagt Mousasi. „Ich habe in den USA einen einzigen Kampf verloren. Viele andere Kämpfer wurden zur Aufgabe gezwungen oder KO geschlagen. Ich habe lediglich einmal nach Punkten verloren, und schon sprechen mir viele Fans meine Qualitäten ab.“

Am 6. April hätte Mousasi die Möglichkeit, alle Welt vom Gegenteil zu überzeugen. Im Hauptkampf von „UFC on Fuel TV 9“ sollte er in Schweden auf den Lokalmatador Alexander Gustafsson treffen. Dieser zog sich jedoch beim Abschlusstraining eine Schnittwunde zu, die seinen Einsatz verhindert. Kurzfristig ersetzt wird Gustafsson von Ilir Latifi, einem starken Ringer aus Malmö.

„Alexander Gustafsson war einer der Jungs, gegen die ich in meinem Debüt kämpfen wollte – neben Shogun Rua und Lyoto Machida“, sagt Mousasi. „Das wären alles spannende Kämpfe geworden, die den Fans gefallen hätten. Sie alle gehören zu den besten Kämpfern der Welt. Gegen Ilir Latifi zu kämpfen, ist riskant, schließlich kennt ihn außerhalb von Schweden niemand. Ich habe nichts zu gewinnen, aber alles zu verlieren. Aber hey – immerhin kann ich zum ersten Mal in der UFC kämpfen. So oder so ist das eine großartige Gelegenheit für mich, allen zu zeigen, was ich drauf habe. Ich werde diese Gelegenheit voll ausnutzen.“