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Maynard oder Grant: Wer trifft auf Henderson?

Gray Maynard und TJ Grant kämpfen am 25. Mai bei UFC 160 um einen Weltmeisterschaftskampf im Leichtgewicht.

Gray Maynard und TJ Grant haben ihr Schicksal in ihren eigenen Händen. Der Gewinner ihres Kampfes am 25. Mai bei UFC 160 darf Benson Henderson um die Weltmeisterschaft im Leichtgewicht herausfordern. Für Maynard ist es ein perfektes Geschenk zum Comeback, für Grant der verdiente Lohn nach vier erstklassigen Leistungen seit seinem Wechsel ins Leichtgewicht.

Maynard kämpfte zuletzt vor elf Monaten gegen Clay Guida. Ein merkwürdiger Kampf, in dem sich Guida weigerte, gegen ihn zu kämpfen. Dennoch sahen nur zwei der drei Punktrichter in Maynard den Sieger. Ein für UFC 155 im Dezember geplanter Kampf gegen Joe Lauzon fiel aus, da sich Maynard verletzt. Knie und Oberschenkel setzten den 34 Jahre alten US-Amerikaner für mehrere Wochen außer Gefecht. Gewinnt er sein Comeback, ist er wieder genau dort angelangt, wo er sich vor seiner Auszeit befand.

„Ich bin hungrig“, sagt Maynard. „Ich habe eine lange Pause hinter mir. Die vergangenen zwei Jahre liefen nicht gerade ideal. Aber ich bin viel gereist, habe in verschiedenen Gyms trainiert und mir einige neue Techniken angeeignet. Jetzt kehre ich hungrig zurück. Ich will wieder an die Spitze der Leichtgewichtsklasse und um die Weltmeisterschaft kämpfen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie hungrig ich bin – aber am 25. Mai werdet ihr es sehen!“

Mit Grant erwartet Maynard ein vielseitiger Sportler, der im Stand, im Clinch und auf dem Boden sehr gut ist. Keine einfache Aufgabe für ein Comeback nach so langer Verletzungspause.

„Grant ist ein herausragender Kämpfer“, sagt Maynard. „Er hat immer eine Strategie, die er im Kampf konsequent umsetzt. Allerdings habe ich Lücken in seinen Fähigkeiten entdeckt, die ich garantiert ausnutzen werde. Ich glaube, dass ich den härtesten Schlag im Leichtgewicht habe. Und den wird er in wenigen Tagen zu spüren bekommen.“

König der Löwen

Bis zum 1. Oktober 2011 fristete TJ Grant ein unscheinbares Dasein in der UFC. Drei Siege, drei Niederlagen – das war Mittelmaß. Er erkämpfte sich einen Ruf als unbequemer Gegner; niemand wollte gerne gegen ihn kämpfen, da er jeden schlecht aussehen ließ, egal wie der Kampf endete. Nach seinem Wechsel ins Leichtgewicht blühte der 28 Jahre alte Kanadier auf. Vier Siege in Folge, gegen etablierte Kämpfer wie Evan Dunham und Matt Wiman, machten aus ihm einen potentiellen Titelherausforderer.

„Im Weltergewicht wogen meine Gegner bis zu zehn Kilogramm mehr als ich“, sagt Grant. „Wenn man auf solch einem hohen Level kämpft wie in der UFC, machen Kraft und Masse einen erheblichen Unterschied aus. Im Leichtgewicht ist mir niemand mehr körperlich überlegen. Hier habe ich meine Heimat gefunden.“

Grant fühlt sich geehrt, dass er die Chance erhalten hat, sich einen Kampf um die Weltmeisterschaft zu verdienen. Auf seine Motivation für das Duell gegen Gray Maynard hatte das allerdings keinen Einfluss. Die bekommt er woanders her.

„Vom Weltmeister bis zum Neuling steigen nur Löwen ins Octagon, und der Titelträger ist ihr König“, sagt Grant. „Ich brauche keine Motivation für einen Kampf in der UFC. Mein Gegner will mich verhauen, und das kann ich nur verhindern, wenn ich ihn schneller verhaue.“

Maynard ist zweifelsohne der schwierigste Gegner in Grants Karriere. Aber Grant war bislang immer für eine Überraschung gut.

„Ich habe einige Asse in meinem Ärmel, von denen Maynard noch nichts weiß“, sagt Grant. „Mir ist es egal, ob wir im Stand oder auf dem Boden kämpfen. Ich ziele nicht auf einen Punktsieg ab. Ich werde ihn KO schlagen oder zur Aufgabe zwingen.“