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Keinerlei Druck vor Entscheidungskampf

Matt Brown ist einer der aufregendsten Kämpfer im Weltergewicht – doch nach drei Niederlagen in Folge muss auch er um seinen Platz in der UFC kämpfen. Am 26. Juni trifft er bei UFC Live 4 auf John Howard.

Des einen Leid, des anderen Freud': Da sich der Däne Martin Kampmann beim Training verletzte, suchte die UFC einen neuen Gegner für John Howard. Ohne zu zögern nahm Matt Brown das Kampfgebot an und kämpft nun am 26. Juni im Hauptprogramm von UFC Live 4 anstatt im Vorprogramm. Fit war er schon, denn er bereitete sich auf einen Kampf gegen Rich Attonito vor. Aber auch der kurzfristige Gegnerwechsel vom boxerisch starken Ringer zum kraftvollen Thaiboxer hat ihn in seiner Vorbereitung nicht beeinträchtigt.

„Attonito und Howard sind sich ähnlicher als man auf den ersten Blick denken mag“, sagt Brown. „Beide sind eher klein und kompakt. Beide sind explosiv und haben viel Schlagkraft. Allerdings hat Attonito die weitaus besseren Takedowns. Das kommt mir gelegen, denn wenn ich gegen Howard kämpfe, habe ich eine Sorge weniger. Allzu große Schwierigkeiten habe ich wegen kurzfristigen Gegnerwechsel also nicht.“

Vielleicht macht sich Brown auch deshalb keine Gedanken darüber, weil die Umstrukturierung seines Trainingslagers ein voller Erfolg war. Seit diesem Jahr trainiert der 30 Jahre alte Thaiboxer nicht mehr in Seattle, Washington, sondern wieder in seiner Heimat Ohio.

„Das war eine gute Entscheidung, denn ich arbeite hier jetzt mit einigen neuen Trainingspartnern, die mir viel weiterhelfen“, sagt Brown. „Aber es gefällt mir nicht nur wegen des Trainings, sondern weil ich mich hier endlich wieder zuhause fühle. Meine ganze Familie ist hier, und auch meine beiden Söhne. Ich habe hier ein stabiles Umfeld, deswegen kann ich mich besser auf mein Training konzentrieren.“

Nach seiner Teilnahme an The Ultimate Fighter 7 erkämpfte sich Brown in der UFC eine Kampfbilanz von 4-1 mit vier vorzeitigen Siegen. Seine letzten drei Kämpfe hat er verloren – alle durch Aufgabe in der zweiten Runde. Eine Niederlage gegen John Howard könnte seine Entlassung bedeuten. Unter Druck gesetzt fühlt sich Brown deswegen jedoch nicht.

„Ich verspüre vor jedem Kampf gleich viel Druck“, sagt Brown. „Die Tatsache, dass man einem Mann gegenübersteht, der die nächsten fünfzehn Minuten nichts anderes im Sinn hat, als einen KO zu schlagen, sorgt bei mir für genügend Druck. Im Vergleich dazu ist jede andere Art von Druck unbedeutend.“

Auch für Howard steht am 26. Juni viel auf dem Spiel. Er ist nach zwei Niederlagen in Folge auf Wiedergutmachung aus. Im Jahr 2010 besiegten ihn sowohl Jake Ellenberger als auch Thiago Alves. Zuvor schlug er hintereinander Chris Wilson, Tamdan McCrory, Dennis Hallman und Daniel Roberts.

Im Vorfeld des Kampfes zwischen Brown und Howard wurden einige Stimmen laut, die in diesem Duell das größte Potential für den „Kampf des Abends“ sehen. Brown hat jedoch einen anderen Bonus im Sinn.

„Ich versuche nicht, den ‚Kampf des Abends‘ hinzulegen, ich versuche, John Howard KO zu schlagen und den Bonus für den ‚Knockout des Abends‘ zu bekommen“, sagt Howard. „Ich weiß, dass meine Kämpfe normalerweise ziemlich aufregend sind, weil die Fans im Anschluss auf mich zukommen und mir das sagen. Aber ich bin noch nie mit dem Ziel ins Octagon gestiegen, einen aufregenden Kampf hinzulegen. Ich versuche einfach immer, meine Kämpfe vorzeitig zu beenden. Der Rest kommt von ganz alleine.“