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Joseph Benavidez kämpft um sein Vermächtnis

Joseph Benavidez tritt am 22. September bei UFC 152 gegen Demetrious Johnson um den ersten Weltmeistergürtel im Fliegengewicht an.

Joseph Benavidez hatte schon viele Namen: „Präsident Jobama“, „Jokozuna“, „Jobocop“, „Joe B. Wan Kenobi“ oder „Jonan der Barbar“. Eines hat man ihn noch nie genannt: Weltmeister. Das will der 28 Jahre alte US-Amerikaner am 22. September ändern, wenn er bei UFC 152 gegen Demetrious Johnson um den ersten Weltmeistertitel im Fliegengewicht kämpft.

„Weltmeister zu werden ist großartig, aber der allererste Weltmeister in einer Gewichtsklasse zu werden? Das ist fantastisch“, sagt Benavidez. „Ich habe meine ganze Karriere darauf hingearbeitet, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Die Erfüllung dieses Ziels lasse ich mir nicht wegnehmen. Das ist der Beginn meines Vermächtnisses. Ich werde Demetrious Johnson besiegen und der erste Fliegengewichtsweltmeister in der UFC werden.“

Benavidez war hocherfreut, als die UFC im Dezember letzten Jahres die Fliegengewichtsklasse einführte, denn seit seinem Debüt in der Organisation befand er sich im Wartemodus. Er wartete darauf, dass der Weltmeister im Bantamgewicht, Dominick Cruz, von einem anderen Kämpfer abgelöst wird, denn seine einzigen beiden Niederlagen erlitt Benavidez gegen Cruz – damals noch bei World Extreme Cagefighting. Obwohl Benavidez seine ersten beiden UFC-Kämpfe dominant gewann, bestand kein großes Interesse an einem dritten Kampf zwischen ihm und Cruz.

„Wegen meinem Wechsel ins Fliegengewicht musste ich meinen Lebenswandel komplett umstellen“, erzählt Benavidez. „Aber diese Gewichtsklasse kam definitiv zur richtigen Zeit. Ich war die Nr. 2 der Welt, habe nur gegen den Weltmeister verloren und bekam dennoch erst mal keinen Titelkampf mehr in Aussicht gestellt. Das war frustrierend!“

In seiner neuen Gewichtsklasse ist Benavidez seit seinem KO-Sieg im März über den Japaner Yasuhiro Urushitani ebenfalls die Nr. 2 der Welt – oder die Nr. 1 oder die Nr. 3. Je nachdem, wen man fragt. Demetrious Johnson, gegen den er am 22. September im Finale des 4-Mann-Turniers um den Weltmeistertitel kämpft, gehört ebenfalls zur obersten Spitze im Fliegengewicht.

„Wir sind die zwei besten Fliegengewichte der Welt“, meint Benavidez. „Ich war schon immer von seinen Fähigkeiten als Kämpfer beeindruckt und dachte immer, dass wir beide einen großartigen Kampf hinlegen könnten, falls es einmal dazu kommen sollte. An diesen Abend wird sich jeder erinnern, das garantiere ich.“

Benavidez und Johnson haben bislang nur nach Punkten verloren – ein Indiz für ihren Kampfgeist und ihr Durchhaltevermögen. Den Fans sollten bei UFC 152 also fünf spannende Runden bevorstehen. Nicht jedoch, wenn es nach Benavidez geht, der fest auf seine Schlagkraft setzt, um einen vorzeitigen Sieg zu erkämpfen.

„Ich weiß, in welchen Bereichen ich besser bin und ich weiß, wo die Vorteile bei ihm liegen“, sagt Benavidez. „Er ist sehr schnell und sehr aktiv, aber vor seiner Power muss ich mich nicht sehr fürchten. Ich weiß, dass ich der schlagkräftigere Standkämpfer bin. Ich werde ihm mit jedem meiner Schläge zusetzen, egal ob ich zum Kopf oder zum Körper schlage.“

Gewinnt Benavidez den Weltmeistertitel, wäre das nicht nur ein großer Triumph für ihn, sondern auch für seine Mannschaft, das Team Alpha. Seine Teamkollegen Urijah Faber und Chad Mendes hatten in der UFC bereits die Chance auf einen Gürtel, doch sie gingen beide leer aus. Benavidez könnte bei UFC 152 der erste Team-Alpha-Kämpfer mit einem UFC-Titel werden.

„Urijah und Chad haben bereits um die Weltmeisterschaft gekämpft und ich denke, das werden sie auch wieder tun“, meint Benavidez. „Man sagt, wir wären eines der besten Teams in den leichteren Gewichtsklassen, aber was uns noch fehlt, ist ein Weltmeistertitel. Ich bin ein Produkt dieses Teams, es hat mich alles gelehrt, was ich kann. Es würde mir also sehr viel bedeuten, wenn ich den Gürtel mit nach Hause bringen kann.“