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Jim Miller hat Spaß an großen Herausforderungen

Ein halbes Jahr nach dem Ende seiner sieben Kämpfe umfassenden Siegesserie kehrt Jim Miller ins Octagon zurück. Am 20. Januar stellt er sich im Hauptkampf von UFC on FX 1 dem schlagkräftigen Melvin Guillard.

Jim Miller ist ein Mensch, der nicht besonders erfahren im Umgang mit Niederlagen ist. Von dreiundzwanzig Profikämpfen hat er nur drei verloren, und das jedes Mal gegen jemanden, der später um die Weltmeisterschaft im Leichtgewicht kämpfte.

Als der 28 Jahre alte US-Amerikaner am 14. August 2011 gegen den WEC-Veteranen Ben Henderson antrat, wirkte er nicht so konzentriert und fit wie sonst. Die Kämpfernatur wollte aber trotz Krankheit unbedingt gegen Henderson kämpfen, da er im Falle eines Sieges einen Leichtgewichtstitelkampf bekommen hätte.

Im Laufe ihres drei Runden langen Duells fing Miller Henderson immer wieder in Aufgabegriffen, aber der BJJ-Schwarzgurt war zu geschwächt, um sie voll durchzuziehen. So sicherte sich Henderson – nicht auch zuletzt aufgrund seiner ringerischen Überlegenheit –  einen einstimmigen Punktsieg.

„Ich war einen Tag später wieder im Gym und habe das getan, was ich immer tue – mich als Kämpfer weiterzuentwickeln“, erzählt Miller. „Letztes Mal lief es für mich nicht so gut. Ich war nicht ich selbst und habe dafür bezahlt. Schon als ich ins Octagon stieg, wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Ich denke, ich hätte mich besser daran anpassen müssen. Ich hätte konservativer kämpfen müssen und versuchen sollen, mir dominante Positionen zu sichern, anstatt so viel Energie dabei zu verbrauchen, den Kampf frühzeitig zu beenden.“

Siebenmal in Folge verließ Miller das Octagon zwischen Juli 2009 und März 2011 als Sieger – gegen Mac Danzig, Steve Lopez, Duane Ludwig, Mark Bocek, Gleison Tibau, Charles Oliveira und Kamal Shalorus. Allesamt sehr harte Gegner. Die Niederlage gegen Henderson bereitete seinen Titelambitionen jedoch ein vorläufiges Ende. Die Leichtgewichtsklasse der UFC ist so stark besetzt, dass es voraussichtlich eine Weile dauern wird, ehe Miller seine hart erarbeitete Position aus dem Vorjahr wieder eingenommen hat.

„Ich weiß, dass ich selbst mit einem Sieg noch mindestens ein oder zwei richtig gute Gegner schlagen muss, denn es tauchen immer neue talentierte Kämpfer im Leichtgewicht auf“, sagt Miller. „Das ist jedes Mal eine große Herausforderung, aber genau das macht mir Spaß daran. Ich kämpfe liebend gerne gegen diese Jungs. Ich hoffe nur, dass ich diesmal nicht wieder sieben von ihnen hintereinander schlagen muss, um mich ins Titelgeschehen zu bringen.“

Einer dieser richtig guten Gegner ist Melvin Guillard, der ihm am 20. Januar im Hauptkampf beim Debüt der UFC auf dem amerikanischen TV-Sender FX gegenüberstehen wird. Ein explosiver, schlagkräftiger Kämpfer, von dem erwartet wird, dass er sich mit Miller einen actiongeladenen Kampf liefern wird.

„Melvin ist ein gefährlicher Gegner, nicht nur für mich, sondern für alle Leichtgewichte der Welt, und auch für die meisten Weltergewichte“, sagt Miller. „Aber er hat so seine Schwächen. Gegen ihn muss man kämpfen, und zwar so, dass er unter Druck gerät und sich nicht entfalten kann. Und genau das ist mein Kampfstil. Ich werde nach vorne gehen und ihn unter Druck setzen – so besiege ich ihn.“