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Frankie Edgar, König der Rückkämpfe

Im Hauptkampf von UFC 150 will sich Frankie Edgar den Weltmeistertitel im Leichtgewicht von Benson Henderson zurückerobern.

Zwei Jahre lang regierte Frankie Edgar als Weltmeister die Leichtgewichtsklasse in der UFC. Nach Siegen über BJ Penn und Gray Maynard verlor er seinen Gürtel im Februar bei UFC 144 an Benson Henderson. Eine Niederlage, die dem 30 Jahre alten US-Amerikaner schwer zugesetzt hat.

„Überall, wo man hingeht, nennen einen die Menschen Champion”, erzählt Edgar. „Man gewöhnt sich daran. Ich will nicht, dass sie damit aufhören. Es hat sehr wehgetan, den Titel zu verlieren – als hätte ich einen Arm oder ein Bein verloren. Dieser Gürtel gehört mir und ich werde ihn mir zurückholen.“

Die Gelegenheit dazu hat Edgar am 11. August im Hauptkampf von UFC 150 in Denver, Colorado. Da Edgar sowohl BJ Penn als auch Gray Maynard eine Revanche gestattete, stimmten Henderson und die UFC einem direkten Rückkampf zu, obwohl das erste Aufeinandertreffen von Henderson und Edgar nach fünf Runden mit einem klaren einstimmigen Punktsieg für Henderson endete – welchen Edgar allerdings anfechtet.

„Ich finde, dass ich unseren ersten Kampf gewonnen habe“, sagt Edgar. „Der Kampf war sehr eng, aber das Urteil war meiner Meinung nach kontrovers. Ich habe viele Schläge gelandet, mir Takedowns geholt und so gekämpft wie sonst auch. Ich habe anderen Kämpfern immer Rückkämpfe gewährt. Jetzt ist es an der Zeit für meinen Rückkampf!“

Edgar ist der König der Rückkämpfe: Immer wenn er ein zweites oder drittes Mal gegen einen früheren Gegner antrat, gewann er. Penn besiegte er im Jahr 2010 zweimal in Folge nach Punkten, Maynard schlug er im vergangenen Jahr nach ihrem Unentschieden in der vierten Runde KO.

„Bei einem Rückkampf weiß man viel besser, was der Gegner kann und was er nicht kann“, erklärt Edgar. „Es geht dann vor allem darum, wer die notwendigen Anpassungen vorgenommen hat. Dass ich in Rückkämpfen noch unbesiegt bin, zeigt, dass meine Anpassungen immer richtig waren. Ein Rückkampf ist wie ein Schachspiel. Ich muss überlegen, welche Anpassungen er vorgenommen hat und welche ich vornehmen kann.“

Bislang ist Edgar das immer sehr gut gelungen, spielerisch leicht sind seine Siege jedoch nie. In den beiden Kämpfen gehen Penn und Maynard musste der flinke Ringer fast genauso viel einstecken wie er austeilte. Edgar ist kein Kämpfer, der seine Gegner blitzschnell KO schlägt oder zur Aufgabe zwingt. Stattdessen muss er lange und hart für seine Siege arbeiten. Ein Umstand, den er gerne ändern würde – voraussichtlich aber erst nach dem Kampf gegen Henderson.

„Am liebsten würde ich jeden Kampf in dreißig Sekunden beenden und es mir anschließend gut gehen lassen“, sagt Edgar. „Aber anscheinend ist mir das nicht vergönnt, und deswegen stelle ich mich auch niemals darauf ein. Ich bereite mich stets auf lange, harte Schlachten vor. Wenn man von einem kurzen Kampf ausgeht und einem dann das schnelle Ende nicht gelingt, steht man dumm da. Ich weiß, wie zäh Ben ist und ich weiß, dass er ein hohes Tempo gehen kann. Deswegen erwarte ich erneut einen zermürbenden Kampf, diesmal aber mit mir als eindeutigem Sieger.“