Skip to main content

Faber vs. Jorgensen: Ein unvermeidlicher Kampf

Urijah Faber und Scott Jorgensen treffen am 13. April beim Ultimate Fighter 17 Finale aufeinander.

Es ist nicht leicht, mit einem hochrangigen UFC-Kämpfer befreundet zu sein – zumindest wenn man selbst einer ist und man in derselben Gewichtsklasse antritt. Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft muss man früher oder später gegeneinander kämpfen. Urijah Faber und Scott Jorgensen versuchten, diesen Moment möglichst lange hinauszögern – bis über den 13. April hinaus haben sie es nicht geschafft. Dann treffen sie beim Finale von „The Ultimate Fighter 17“ aufeinander.

„Wir wussten beide, dass dieser Tag irgendwann kommen würde“, sagt Jorgensen. „Wir kämpfen beide im Bantamgewicht und gehören zu den besten Kämpfern der Welt. Ein direktes Aufeinandertreffen war unvermeidlich. Wir werden am 13. April ins Octagon steigen und beide unser Bestes geben. Möge der Bessere gewinnen.“

Die Freundschaft zwischen Faber und Jorgensen besteht seit fast zehn Jahren. Jorgensen rang in Kalifornien am College in der Division I der NCAA, Faber trainierte zu der Zeit ein konkurrierendes Team und arbeitete nebenbei an seiner Karriere im MMA-Sport. Der 33 Jahre alte Kalifornier ist dafür verantwortlich, dass Jorgensen heutzutage selbst ein Profisportler ist.

„Ich war ein großer Fan des MMA-Sports und wusste, dass Urijah kämpfte“, sagt Jorgensen. „Wir redeten öfters miteinander und irgendwann sagte er zu mir, ich solle es einfach mal versuchen. Gesagt, getan – und sieben Jahre später kämpfe ich plötzlich gegen ihn.“

Man kennt sich

Während viele andere Kämpfer wenig Begeisterung dafür zeigen, gegen befreundete Kämpfer anzutreten, sehen Faber und Jorgensen ihren Kampf als das, was er ist: einen sportlichen Wettstreit.

„Wir haben eine gemeinsame Geschichte als Freunde und bald werden wir eine gemeinsame Geschichte als zwei Sportler haben, die mehrere Runden lang gegeneinander gekämpft haben“, sagt Faber.

Drei Jahre lang kämpften sie Seite an Seite bei der World Extreme Cagefighting – damals war Faber allerdings noch im Federgewicht unterwegs. Die beiden kennen sich in- und auswendig, glauben gleichzeitig aber auch, dass ihnen dieses Wissen am 13. April nichts nützen wird.

„Natürlich haben wir fast jeden Kampf des anderen gesehen“, sagt Jorgensen. „Aber das Schöne an diesem Sport ist doch, dass wir jeden Tag als Kämpfer wachsen. Nur weil wir etwas in einem Kampf gemacht haben, heißt das nicht, dass wir es auch im nächsten machen. Vielleicht machen wir da etwas völlig anderes. Wir alle entwickeln uns ständig weiter.“

Volle Kraft voraus

Für Faber bedeutet der Kampf die konsequente Fortsetzung seiner Pläne für 2013: Dieses Jahr will er wieder häufiger ins Octagon steigen. Zwischen diesem und seinem vorherigen Kampf – einem Aufgabesieg über Ivan Menjivar bei UFC 157 – werden weniger als zwei Monate liegen.

„Letztes Jahr habe ich nur einmal gekämpft“, sagt Faber. „Es ist großartig, wieder aktiv sein zu können. Man kämpft am besten, wenn man ständig in diesem Kampfmodus ist. Solche monatelangen Pausen, wie ich sie in den vergangenen Jahren leider hatte, sind für mich kontraproduktiv. Wenn man immer bereit ist, muss man sich nicht vorbereiten.“

Jorgensen war 2012 zwar aktiver als Faber, doch verlor er seine ersten beiden Kämpfe. Erst im Dezember gelang ihm bei „UFC on Fox 5“ gegen John Albert der Befreiungsschlag. Die Auszeichnungen für den „Kampf des Abends“ und den „Aufgabegriff des Abends“ waren seine Belohnung. Gegen Faber kann Jorgensen wieder befreiter kämpfen – unter Druck setzt er sich dennoch.

„Druck gibt es immer, denn ich will immer gewinnen“, sagt Jorgensen. „Mir ist es egal, ob ich meinen letzten Kampf verloren, meine letzten drei Kämpfe verloren oder meine letzten zehn Kämpfe gewonnen habe. Auch wenn wir gute Freunde sind – am 13. April werde ich alles versuchen, um Urijah aus dem Weg zu räumen.“