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Dominick Cruz verteidigt Weltmeistertitel

Demetrious Johnson scheitert an Bantamgewichtskönig, Struve besiegt Barry. Hier findet ihr alle wesentlichen Informationen zu UFC Live 6 aus Washington, D.C.

Dominick Cruz geht an jeden seiner Weltmeisterschaftskämpfe mit der Einstellung heran, er müsse den Bantamgewichtstitel nicht verteidigen, sondern einen neuen gewinnen. Egal, welche Ansicht man selbst vertritt, nach dem Hauptkampf von UFC Live 6 in Washington, D.C. ist der Kalifornier der amtierende Weltmeister im Bantamgewicht. Nach fünf spannenden und actionreichen Runden holte sich Cruz bei den Punktrichtern einen einstimmigen Punktsieg ab.

Früh zeigte sich, dass Johnson dem Titelverteidiger in Sachen Schnelligkeit und Wendigkeit ebenbürtig ist. Er war der erste, der seinen Rhythmus fand und mit schnellen Schlagsalven attackierte. Dann versuchte Johnson ein Takedown, doch es war Cruz, der das Geschehen auf den Boden verlagerte und aus der Oberlage agierte. Cruz ging in die Side Control vor, aber Johnson befreite sich schnell wieder. Zurück im Stand, holte er Cruz kurzzeitig zu Boden.

In der zweiten Runde hatte Johnson seine Betriebstemperatur erreicht. Er traf Cruz mit einer Schlagkombination und einem Tritt, wurde dann aber von den Beinen geholt – wenn auch nicht für lange. Im Stand verteidigte sich Cruz nun erfolgreich gegen Johnsons Takedownversuche. Der Herausforderer ging mit blitzschnellen Schlagsalven nach vorne, aber als er wieder einmal nach Cruz griff, brachte Cruz ihn zu Boden und attackierte mit Ellenbogenstößen.

Ab der dritten Runde änderte Cruz schließlich seine Strategie. Nachdem er Johnson mit Tritten zum Körper und zu den Beinen auf Distanz hielt, ging er in den Clinch und umklammerte dessen Rücken. Dann warf er ihn in hohem Bogen mit einem German Suplex auf die Matte. Cruz breitete Johnson auf dem Boden aus und arbeitete auf einen Rear Naked Choke hin. Johnson verteidigte sich jedoch gegen den Würgegriff und holte sich die Guard.

Auch in der vierten Runde gelang Cruz das Takedown gegen Johnson. Diesmal holte er sich die Mountposition. Cruz kam mit einigen kurzen Schlägen durch, konnte sich aber nicht komplett von Johnson Umklammerung lösen. Zurück im Stand setzte Cruz Johnson mit einem Kniestoß zu, ehe er ihn erneut zu Boden brachte.

In der fünften Runde preschte Johnson noch einmal aggressiv nach vorne, im Bewusstsein, auf den Zetteln der Punktrichter hinten zu liegen. Cruz fing ihn jedoch ab und zeigte erneut einen spektakulären German Suplex. Er landete in der Side Control, aber nach wenigen Schlägen gelang es Johnson, sich die Guard zu holen. Abermals kam Johnson danach auf die Beine zurück, aber Cruz tänzelte leichtfüßig umher und ließ dessen Schlagsalven ins Leere schießen. Zum Ende der Runde führte Cruz noch zwei weitere Takedowns aus.

Zwei der Punktrichter gaben im Anschluss alle fünf Runden an Cruz, der dritte gab vier Runden an Cruz und eine an Johnson.

Mit dem Holländer Stefan Struve und Pat Barry standen sich das größte und das kleinste Schwergewicht der UFC gegenüber. Entgegen seiner vorherigen Ankündigung gelang es Struve nicht, seinen Reichweitenvorteil auszunutzen. Immer wieder marschierte Barry an dessen langen Armen vorbei und feuerte kurze Haken und Aufwärtshaken ab. Struve versuchte ihn mit Tritten zum Körper auf Distanz zu halten, was Barry mit Lowkicks beantwortete.

In der zweiten Runde setzte Struve im Stand zu einem D’Arce Choke an. Dann wechselte er zum Guillotine Choke und zog Barry damit auf die Matte, aber der hüpfte in die Side Control. Struve hielt den Griff aber weiter und nahm Barry in den Triangle Choke. Barry versuchte sich mit einem gewaltigen Slam zu befreien, aber Struve bremste seinen Fall ab und zog den Würgegriff anschließend noch einmal an. Als er gleichzeitig noch Barrys Arm überstreckte, klopfte Barry ab.

Anthony Johnson, der das komplette Jahr 2010 pausieren musste, überzeugt seit seinem Comeback mit sehr starken Leistungen. Nach dem Sieg im März gegen Dan Hardy nahm er nun Charlie Brenneman auseinander. Johnson wehrte ein Takedown mit Schlägen ab und setzte Brenneman am Boden mit Kniestößen zum Körper ab. Brenneman gab sein Takedown auf und ließ sich in die Half Guard fallen. Er versuchte es mit einem Guillotine Choke, aber Johnson zog den Kopf aus der Schlinge. Zurück im Stand rüttelte Johnson Brenneman mit einem Tritt zum Kopf durch. Brenneman legte den Rückwärtsgang ein und wurde dann von einem weiteren Tritt zum Kopf gefällt, woraufhin der Ringrichter den Kampf abbrach.

Den „Kampf des Abends“ gewann Matt Wiman gegen Mac Danzig knapp nach Punkten. Es handelte sich um einen Rückkampf aus dem Juni 2010, als der Ringrichter ihren Kampf kontrovers abbrach, als Wiman Danzig in einem Guillotine Choke gefangen hatte.

Das Duell spielte sich häufig in der Nahdistanz ab. Danzig schlug viele kurze Haken, während sich Wiman auf Ellenbogenstöße konzentrierte. So auch gleich zu Beginn der ersten Runde. Danzig fand besser in den Kampf als Wiman, doch der drehte den Spieß mit einem Kniestoß zum Körper um und sorgte kurz darauf mit einem rechten Haken für den größten Schaden der Runde.

In der zweiten Runde erarbeitete sich Wiman die Vorteile im Stand, woraufhin Danzig ihn zu Boden brachte. Wiman nahm Danzig in einen Armhebel, aus dem sich Danzig in allerletzter Sekunde noch befreite. Dann ging Wiman zu einem Kimura über, aber auch der brachte nicht den gewünschten Erfolg.

In Runde drei ging es noch einmal im Stand hin und her. Danzig war mit einem Takedown erfolgreich, aber als er die Back Mount einnehmen wollte, drehte Wiman die Position um. Zum Schluss des Kampfes bearbeitete er Danzig mit heftigen Schlägen und Ellenbogenstößen aus der Oberlage. Nach dieser Schlussoffensive werteten alle drei Punktrichter den Kampf für Wiman.

Im Leichtgewicht besiegte Yves Edwards den Brasilianer Rafaello Oliveira in der zweiten Runde durch TKO, nachdem er ihn mit einem Tritt zum Kopf von den Beinen holte und mit Schlägen nachsetzte.

Ebenfalls im Leichtgewicht zwang der junge Engländer Paul Sass den „Ultimate Fighter 12“-Finalisten Michael Johnson mit einem Heel Hook zur Aufgabe und bleibt damit unbesiegt. Es war sein elfter Aufgabesieg im zwölften Kampf.

Das Bantamgewicht Mike Easton gewann gegen den kurzfristig eingesprungenen Byron Bloodworth durch TKO in Runde zwei. Die beiden Neulinge beharkten sich eine Weile im Stand. Dann presste Bloodworth Easton gegen den Käfig. Easton wehrte sich mit zwei Kniestößen zum Kopf und holte Bloodworth danach mit zwei Kniestößen zum Körper von den Beinen, woraufhin der Ringrichter dazwischen ging.

Der Kanadier TJ Grant zwang bei seinem Debüt im Leichtgewicht Shane Roller in der dritten Runde mit einem Armhebel zur Aufgabe.

Das Duell zweier Veteranen, die ihre Rückkehr in die UFC feierten, gewann Josh Neer gegen Keith Wisniewski durch TKO, nachdem dieser nach der zweiten Runde aufgrund von Cuts nicht mehr weiterkämpfen durfte.

Im Kampf zweier weiterer debütierender Bantamgewichte setzte sich Walel Watson gegen den bis dato ungeschlagenen Joseph Sandoval durch. Watson klingelte Sandoval mit einem Tritt zum Kopf an und beendete den Kampf dann mit Schlägen am Boden.