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Die Vorkämpfe von UFC 120

Erstmals seit Februar 2009 hält die UFC wieder eine Veranstaltung in London ab. Mit UFC 120 gastiert sie am 16. Oktober zum vierten Mal in der O2 Arena in der englischen Hauptstadt. Wir stellen euch hier die sechs Kämpfe aus dem Vorprogramm vor, die vor allem eines versprechen: eine geballte Ladung Action mit Beteiligung vieler Europäer.

Cyrille Diabaté ist einer von nur zwei Franzosen in Reihen der UFC. Der mittlerweile 37 Jahre alte Thaiboxer debütierte im Mai mit einem TKO-Sieg über Luiz Cane im Octagon – sein zehnter Sieg aus den letzten elf Kämpfen. Obwohl Diabaté, der fast zwei Meter groß ist und eine enorme Reichweite hat, bevorzugt im Stand kämpft, ist er aufgrund seiner langen Gliedmaßen auch auf dem Boden nicht zu unterschätzen.

Diabaté trifft bei UFC 120 auf den 23 Jahre alten Schweden Alexander Gustafsson, der als eines von Europas besten Halbschwergewichten gilt. Mit seiner Härte und Zähigkeit machte sich der Mann aus Göteborg einen großen Namen innerhalb der europäischen Szene. Im vergangenen November schlug er Jared Hamman bei seinem UFC-Debüt in nur 41 Sekunden KO. Im Februar wurde er jedoch von Phil Davis in der ersten Runde zur Aufgabe gezwungen. Gustafsson zog seine Lehren daraus – und bereitete sich für seinen Kampf gegen Diabaté mit Davis und dessen Team vor.

Im Schwergewicht kommt es zum Aufeinandertreffen zweier Debütanten mit unterschiedlichen Kampfstilen und noch unterschiedlicheren Körpermaßen: Rob Broughton aus England gegen Vinicius Queiroz aus Brasilien. Broughton ist ein bulliger Bodenkämpfer, Queiroz ein schlaksiger Standkämpfer. Mit Queiroz, der alle seine Siege via TKO erzielt hat, steigt seit langem wieder ein Nachwuchstalent aus der einstigen brasilianishcen Top-Kaderschmiede Chute Boxe ins Octagon. Die Erfahrung ist jedoch auf der Seite von Broughton, der in seiner bisherigen Karriere schon Siege über die ehemaligen UFC-Kämpfer Neil Grove und Neil Wain für sich verbuchen konnte.

Mit dem Debüt des 28 Jahre alten Stanislav Nedkov ist knapp drei Jahre nach der Entlassung von Jordan Radev wieder ein Bulgare bei der UFC unter Vertrag. Nedkov, ein erfolgreicher Freistilringer und Schwarzgurt im brasilianischen Jiu-Jitsu, gewann alle seine bisherigen elf Kämpfe. Er tritt gegen den früheren WEC Halbschwergewichtschampion Steve Cantwell an. Der 23 Jahre alte US-Amerikaner startete vor zwei Jahren mit einem Aufgabesieg in die UFC, verlor im vergangenen Jahr jedoch zweimal einstimmig nach Punkten. UFC 120 markiert für den BJJ-Schwarzgurt die Rückkehr nach einer fast einjährigen Verletzungspause.

Der 16. Oktober ist auch der Tag des Debüts eines der vielversprechendsten Nachwuchstalente aus England. Der erst 22 Jahre alte Bodenkämpfer Paul Sass, Inhaber einer Kampfbilanz von 10-0, kämpft gegen den Kanadier Mark Holst. Sass gewann seine ersten sieben Kämpfe mit dem Triangle Choke, was ihm den Spitznamen „Sassangle“ einbrachte. Holst, der seinen ersten UFC-Kampf im Juni gegen John Gunderson einstimmig nach Punkten verlor, hat ebenfalls Siege auf der Matte vorzuweisen, ist in erster Linie jedoch ein Standkämpfer. Der 25-Jährige hat einen Schwarzen Gürtel im Shotokan Karate und war vor seiner MMA-Karriere als Kickboxer aktiv.

Curt Warburton ist neben Rob Broughton der zweite Engländer aus der renommierten Wolfslair Academy, der bei UFC 120 debütieren wird.  Leicht wird er es nicht haben, denn als Kontrahent wartet der 34 Jahre alte Veteran Spencer Fisher auf ihn. Der US-Amerikaner hat nicht nur bereits dreizehn Kämpfe im Octagon bestritten, sondern steht nach zwei Niederlagen in Folge gehörig unter Druck. Als blitzschneller Boxer mit einer gefährlichen Guard ist er auf allen Distanzen ein herausfordernder Gegner.

James McSweeney, als Schwergewicht ein Teilnehmer von The Ultimate Fighter 10, ist momentan der einzige Kämpfer innerhalb der UFC mit einer negativen Kampfbilanz: Vier Siege und fünf Niederlagen kann der 29 Jahre alte Thaiboxer aus England nur vorweisen. Bei UFC 120 will er einen Neuanfang im Halbschwergewicht wagen. Sein Gegner wird der 30 Jahre alte Brasilianer Fabio Maldonado sein, ein Schützling der Nogueira-Brüder. Die in 22 Profiboxkämpfen ungeschlagene KO-Maschine ging aus den letzten sechzehn Kämpfen fünfzehn sagenhafte Male als Sieger hervor.