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Die Hauptkämpfe von UFC 126

Am 5. Februar werden sich bei UFC 126 einige der größten Stars der UFC die Klinke in die Hand geben. Anderson Silva und Vitor Belfort kämpfen um die Weltmeisterschaft im Mittelgewicht, umrahmt von Forrest Griffin, Rich Franklin, Jon Jones und Ryan Bader. Unter all diesen Stars findet sich auch ein deutscher Kämpfer: Carlos Eduardo Rocha aus Hamburg.

Der Mittelgewichtsweltmeister Anderson Silva hält in der UFC die drei Rekorde für die meisten Siege hintereinander (zwölf), die meisten Titelverteidigungen (sieben) und die meisten Titelverteidigungen hintereinander (sieben). Er gilt als der Gewichtsklassen übergreifend beste Kämpfer der Welt. Und doch erwartet ihn am 5. Februar bei UFC 26 kein Spaziergang, denn im Hauptkampf muss er seinen Gürtel gegen den besten Standkämpfer verteidigen, dem er je gegenüber gestanden hat: Vitor Belfort. Kaum ein Mittelgewicht ist so schnell und schlagkräftig wie der frühere UFC Halbschwergewichtschampion. Dies bewies er zuletzt bei seiner Rückkehr im September 2009, als er Rich Franklin in nur drei Minuten besiegte.

Zwischen Rich Franklin und Forrest Griffin kommt es zum Duell zweier ehemaliger Titelträger. Der frühere Mittelgewichtsweltmeister Franklin kehrte im Juni erfolgreich ins Halbschwergewicht zurück, als er den legendären Chuck Liddell bei UFC 115 mit einem KO-Sieg in den Ruhestand schickte. Der frühere Halbschwergewichtsweltmeister Griffin feierte seinen letzten Sieg ebenfalls gegen eine Legende. Im November 2009 schlug er Tito Ortiz bei UFC 106 nach Punkten. Seitdem musste der „Ultimate Fighter 1“-Gewinner aufgrund diverser Verletzungen pausieren.

Der BJJ-Schwarzgurt Carlos Eduardo Rocha debütierte im vergangenen November bei UFC 122 in Oberhausen in einem Vorkampf und empfahl sich damit für einen Auftritt im Hauptprogramm. Der Wahl-Hamburger zwang bei der zweiten Deutschland-Veranstaltung der UFC den „Ultimate Fighter 11“-Finalisten Kris McCray mit einem Kniehebel zur Aufgabe und steht jetzt im wichtigsten Kampf seiner Karriere. Im Octagon erwartet ihn der starke Ringer Jake Ellenberger, der mit seiner Schlagkraft sowohl im Stand als auch auf dem Boden verheerende Wirkung erzielte. Seine beiden Kämpfe im Jahr 2010, gegen John Howard und Mike Pyle, gewann er vorzeitig durch TKO.

Im Zuge ihres Aufstiegs in den Rängen der UFC ließ es sich nicht vermeiden, dass die beiden größten Nachwuchskämpfer im Halbschwergewicht, Jon Jones und Ryan Bader, früher oder später direkt aufeinandertreffen würden. Am 5. Februar ist es soweit, dann wird die Frage geklärt, wer ins Titelgeschehen vorrücken kann und wer sich wieder hochkämpfen muss. Jones und Bader gewannen ihre beiden Kämpfe im Jahr 2010 souverän: Jones stoppte die Veteranen Brandon Vera und Vladimir Matyushenko in der ersten Runde via TKO, der „Ultimate Fighter 8“-Gewinner Bader knockte Keith Jardine aus und holte sich einen einstimmigen Punktsieg gegen Antonio Rogério Nogueira.

UFC 126 markiert auch das Octagon-Debüt des früheren Bantamgewichtsweltmeisters Miguel Torres. Nachdem der BJJ-Schwarzgurt den Titel im August 2009 verlor, musste er eine längere Pause einlegen, nach deren Ende er im März 2010 erneut eine Niederlage einsteckte. Im September kehrte er dann in mit einem Aufgabesieg gegen Charlie Valencia in die Erfolgsspur zurück. Auf dem Weg zu einem erneuten Titelkampf muss er nun an dem ebenfalls in der UFC debütierenden Antonio Banuelos vorbei. Der persönliche Assistent von Chuck Liddell hatte im vergangenen Jahr bei World Extreme Cagefighting nur durchwachsenen Erfolg, ist aber aufgrund seiner Schlagkraft im Stand immer für einen Knockout gut. Ein exzellenter Prüfstein, um festzustellen, ob Torres wirklich wieder der Alte ist.