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Die beste Show, die die Welt je gesehen hat

Der Kampf zwischen Quinton Jackson und Ryan Bader bei UFC 144 ist ein entscheidender Punkt in der Karriere der beiden Halbschwergewichte. Jackson will jedoch am 25. Februar nur für seine japanischen Fans kämpfen – der Ausgang spielt für ihn keine Rolle.

Das Jahr 2011 war kein gutes Jahr für Quinton „Rampage“ Jackson und Ryan Bader. Jackson unterlag Jon Jones im Kampf um die Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht. Bader wurde von Jones und Tito Ortiz zur Aufgabe gezwungen, beendete das Jahr aber wenigstens mit einem schnellen KO-Sieg über Jason Brilz. Für beide ist der Titel momentan in weite Ferne gerückt.

Mit seinen 33 Jahren ist Jackson eigentlich im besten Kampfsportalter, doch darf man nicht vergessen, dass er bereits seit 1999 in den Käfig steigt. Seit seinem Profidebüt hat er einige schwere Schlachten geschlagen. Für jemanden, der ohnehin nur äußerst ungerne trainiert und der seine Schauspielkarriere schon begonnen hat, lohnt sich da noch der Aufwand, den man betreiben muss, um sich nach einem deutlich verlorenen Titelkampf wieder ins Titelgeschehen zu kämpfen?

„Ich bin noch lange nicht fertig“, stellt Jackson klar. „Ich will immer noch allen zeigen, dass ich einer der besten Kämpfer der Welt bin. Tief in meinem Herzen weiß ich, dass ich immer noch einer der besten Kämpfer bin. Das will ich jetzt unbedingt im Octagon beweisen.“

Bader gewann nach seinem Sieg bei der achten Staffel von The Ultimate Fighter vier Kämpfe in Folge, aber bevor er richtig ins Titelgeschehen eingreifen konnte, wurde der 28 Jahre alte US-Amerikaner von Jon Jones gestoppt. Bei UFC 144 hat er die Gelegenheit, die beiden Niederlagen im vergangenen Jahr endgültig vergessen zu machen und sich in der Rangliste wieder nach oben zu arbeiten.

„Ich will beweisen, dass ich zur Spitze der Halbschwergewichtsklasse gehöre“, sagt Bader. „Rampage ist ein ehemaliger Weltmeister, er hat einige Topleute besiegt. Ein Sieg über ihn wäre der größte Erfolg in meiner Karriere.“

Für Jackson hat der Kampf am 25. Februar eine ganz besondere Bedeutung. UFC 144 findet in Saitama statt, wo die japanische MMA-Organisation PRIDE FC sehr häufig veranstaltet hat. Bei PRIDE FC wurde der charismatische US-Amerikaner zum Superstar.

„In Japan hat meine Karriere erst richtig begonnen“, erzählt Jackson. „Ich freue mich riesig darauf, wieder vor den japanischen Fans zu kämpfen. Ich habe sie vermisst.“

Die japanischen Fans liebten Jacksons Kampfgeist, seine Schlagkraft und seine spektakulären Slams. Bader weiß, dass ihm in der Saitama Super Arena wohl keine asiatischen Daumen gedrückt werden.

„Rampage wird natürlich den Heimvorteil haben“, sagt Bader. „Das ganze Land wird hinter ihm stehen. Er hat schon oft in Japan gekämpft und ist dort sehr beliebt. Aber das alles macht mir nichts aus, ich bin gerne in der Rolle des Außenseiters. Das motiviert mich nur noch mehr.“

Einen Sieg hat Bader genau so bitter nötig wie Jackson. Wie ihr Kampf ausgeht, spielt für Jackson jedoch anscheinend keine Rolle – ihm genügt die bloße Tatsache, dass er wieder vor seinen japanischen Fans kämpfen kann.

„Es ist mir so was von egal, ob ich Ryan Bader besiege oder nicht“, sagt Jackson. „Ich will einfach die beste Show hinlegen, die die Welt je gesehen hat.“