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Dennis Siver startet mit neuer Motivation im Federgewicht

Am 14. April kämpft der Deutsche Dennis Siver erstmals in der Federgewichtsklasse. Bei UFC on Fuel TV 2, dem UFC-Debüt in Schweden, wagt er gegen den Brasilianer Diego Nunes einen Neuanfang.

Seitdem die UFC im Januar 2011 die Federgewichtsklasse eingeführt hat, wechselten viele Leichtgewichte in die Klasse bis 66 Kilogramm, darunter etablierte Kämpfer wie Kenny Florian und Tyson Griffin. In diesem Jahr entschloss sich auch Dennis Siver, Deutschlands erfolgreichster UFC-Kämpfer, zu diesem Schritt.

„Nach dem letzten Kampf habe ich eine neue Motivation gebraucht und wollte mal etwas Neues ausprobieren“, erzählt der 33 Jahre alte Mannheimer. „Und dann kam ich auf die Idee, es im Federgewicht zu versuchen.“

Sivers letzter Kampf, das war die Niederlage gegen den US-Amerikaner Donald Cerrone, der ihn im vergangenen Oktober bei UFC 137 zur Aufgabe zwang. Cerrone brachte Siver in der Anfangsphase mit einem Tritt zum Kopf zum Wanken – und kaum hatte sich Siver davon erholt und war in die Offensive gegangen, holte Cerrone ihn mit einem weiteren Tritt zum Kopf von den Beinen und beendete den Kampf auf dem Boden mit einem Rear Naked Choke.

„Das Wichtigste ist natürlich, mehr auf die Deckung zu achten und etwas schneller zu werden“, sagt Siver in Hinblick auf die Lehren, die er aus dieser Niederlage gezogen hat.

Vor der Niederlage gegen Cerrone hatte sich Siver mit sieben Siegen in acht Kämpfen, zuletzt vier in Folge, für einen Kampf um die Weltmeisterschaft im Leichtgewicht ins Gespräch gebracht. In seiner neuen Gewichtsklasse will er genau daran wieder anknüpfen.

„Mein Ziel ist natürlich, so weit wie möglich nach oben zu kommen und eines Tages um einen Titel zu kämpfen“, erzählt Siver von seinen Plänen im Federgewicht. „Sonst will ich natürlich weiterhin gute und interessante Kämpfe zeigen.“

In der Vergangenheit fiel Siver das Abkochen am Tag des offiziellen Einwiegens nicht immer leicht. Um sein neues Gewichtslimit von 66 Kilogramm einhalten zu können, muss er genau auf seine Ernährung achten und eine strikte Diät einhalten – erstmals in seiner Karriere gibt es Salat statt Steak und Süßigkeiten. Aber Siver kommt bislang gut damit zurecht.

„Im Moment verläuft alles nach Plan, das Gewicht steht auch fast schon“, erzählt Siver. „Und ich muss sogar sagen, dass der Gewichtsverlust sich positiv auf meine Schnelligkeit und Kondition auswirkt.“

Sivers Debüt im Federgewicht findet am 14. April bei UFC on Fuel TV 2 in Stockholm statt, der ersten Veranstaltung der UFC in Schweden, und ist dort ein Teil des Hauptprogramms.

„Das ist natürlich eine Ehre für mich, das Ganze wird sehr viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen“, sagt Siver. „Und für mich ist in erster Linie gut, dass es in Europa stattfindet. Ich brauche nicht lange zu fliegen, habe keine Zeitumstellung und Jetlag, wie es immer in den USA der Fall ist.“

Ganz im Gegenteil zu seinem Gegner, dem 29 Jahre alten Diego Nunes, der in Brasilien lebt und trainiert. Für ihn wird die Reise nach Schweden ein langer Trip. Nunes kämpft zum ersten Mal außerhalb Amerikas, wo er siebzehn Siege in neunzehn Kämpfen feierte. In der UFC erkämpfte sich Nunes bislang Punktsiege gegen Mike Brown und Manny Gamburyan. Ein Kampf gegen Kenny Florian endete für ihn mit einer Niederlage.

Der Kampfstil von Nunes ähnelt sehr dem Kampfstil von Siver. Beide kämpfen am liebsten im Stand und setzen dort bevorzugt Kicks ein. Auch sind sie beide Lilagurte im brasilianischen Jiu-Jitsu.

„Diego ist ein sehr guter Standkämpfer“, sagt Siver über Nunes. „Ich denke, er ist mindestens so gut wie ich im Stand. Deshalb wird es, denke ich, eher ein sehr knapper Kampf, und ich werde mir schon etwas mehr einfallen lassen müssen, um ihn zu schlagen.“

Daran, dass ihm das gelingen wird, zweifelt zumindest in Deutschland niemand.