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Das Vorprogramm von UFC 124

Die kampfsportbegeisterte Stadt Montreal in der frankokanadischen Provinz Quebec ist am 11. Dezember zum vierten Mal Austragungsort einer UFC-Veranstaltung. Während im Hauptprogramm mit Georges St. Pierre nur ein Kanadier auftritt, sind seine Landsmänner im Vorprogramm in allen sechs Kämpfen vertreten.

Mark Bocek, ein Schwarzgurt im brasilianischen Jiu-Jitsu, hatte einen guten Lauf von drei Aufgabesiegen in Folge, ehe er im März dieses Jahres von Jim Miller nach Punkten besiegt wurde. Nun dient der Kanadier als Test für Dustin Hazelett – ebenfalls ein Schwarzgurt im brasilianischen Jiu-Jitsu – der bei UFC 124 seinen ersten Kampf im Leichtgewicht bestreiten wird. Nach zwei Niederlagen hintereinander im Weltergewicht fasste Hazelett, der bei den Fans für seine spektakulären Aufgabetechniken beliebt ist, den Entschluss, eine Gewichtsklasse herunter zu wechseln.

Jesse Bongfeldt ist einer von drei Kanadiern, die am 11. Dezember im Octagon debütieren werden. Das Mittelgewicht erkämpfte alle seine einundzwanzig Siege vorzeitig: zwölf durch Aufgabe und neun durch TKO – ein Zeugnis seiner kämpferischen Vielseitigkeit. Mit zwölf Siegen aus seinen letzten dreizehn Kämpfen geht Bongfeldt mit großer Zuversicht in das Duell mit Rafael Natal. Der Brasilianer ist ein Schwarzgurt im brasilianischen Jiu-Jitsu, hat aber bereits öfters seine große Schlagkraft bewiesen. In seinem UFC-Debüt im September unterlag er Rich Attonito einstimmig nach Punkten.

Sean Pierson ist der kurzfristige Ersatz für Anthony Waldburger, der seine Teilnahme an UFC 124 verletzungsbedingt absagen musste. Der kanadische UFC-Neuling ist ein Spezialist im griechisch-römischen Ringen und hat alle seine zehn Siege vorzeitig errungen. Ihm gegenüber steht Matt Riddle, der seine gesamte Profikarriere in der UFC verbracht hat. Der Ringer gewann nach seiner Teilnahme an The Ultimate Fighter 7 schon fünf Kämpfe im Octagon.

Joe Doerksen ist der erfahrenste Sportler des Vorprogramms: Bei UFC 124 wird er seinen sage und schreibe sechzigsten Kampf machen! Der kanadische Bodenkampfexperte trifft auf jemanden, dessen Stärken ebenfalls auf der Matte liegen: Dan Miller. Der ist nicht nur ein Schwarzgurt im brasilianischen Jiu-Jitsu, sondern auch ein exzellenter Ringer. Im August feierte Miller den am meisten bedeutenden Sieg seiner Karriere. Nach drei Niederlagen in Folge stand das von familiären Problemen gebeutelte Mittelgewicht kurz vor seiner Entlassung. Mit dem Rücken zur Wand trumpfte Miller jedoch auf und zwang John Salter in der zweiten Runde zur Aufgabe.

TJ Grants Karriere in der UFC verlief bislang wie eine Berg- und Talfahrt: Einem Sieg folgte jedes Mal eine Niederlage. Am 12. Dezember tritt der kanadische Bodenkämpfer gegen einen der besten BJJ-Spezialisten der Weltergewichtsklasse an: Ricardo Almeida. Der Brasilianer wechselte erst in diesem Jahr vom Mittelgewicht in diese Gewichtsklasse und hatte im März einen sehr guten Einstand, als er Matt Brown in Runde zwei zur Aufgabe zwang. Im August wurde er dann aber von der Weltergewichtslegende Matt Hughes in der ersten Runde mit einem Würgegriff schlafen geschickt.

Im Eröffnungskampf von UFC 124 kommt es zum Aufeinandertreffen zweier völlig unterschiedlicher Sportler und Kampfstile. John Makdessi, ein bulliger Kickboxer, kämpft gegen den schlaksigen Pat Audinwood, einen Ringer mit einem Faible für den Bodenkampf. Der Kanadier Makdessi gewann alle seine sieben Kämpfe, sechs davon durch technischen Knockout. Audinwood war vor seinem UFC-Debüt gar zehn Kämpfe in Folge ungeschlagen. Bei seinem ersten Auftritt im Octagon wurde er jedoch von Thiago Tavares in der ersten Runde zur Aufgabe gezwungen.