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Das Vorprogramm von UFC 123

Am 20. November stellt die UFC das Octagon nach ihrem Deutschlandausflug wieder in den USA auf. UFC 123 in Auburn, Hills ist an der Reihe. Das sechs Kämpfe umfassende Vorprogramm beinhaltet unter anderem die Rückkehr von Karo Parisyan.

Zwei Kämpfe des Vorprogramms werden vom amerikanischen Fernsehsender Spike live übertragen: Matt Brown vs. Brian Foster und Aaron Simpson vs. Mark Munoz.

Egal ob er im Octagon gewinnt oder verliert – Matt Brown ist ein Garant für Action. Dasselbe gilt für Brian Foster. Ein packender Kampf scheint vorprogrammiert, auch wenn es für beide zuletzt nicht sehr gut lief. Zwei Aufgabeniederlagen hintereinander brachten Matt Brown nach drei Siegen in Folge auf den Boden der Tatsachen zurück. Auch Foster, ein Trainingspartner von Matt Hughes, hat in der UFC bislang eine Berg- und Talfahrt durchgemacht. Ein Sieg ist für die beiden Weltergewichte Pflicht, damit sie in ihrer stark besetzten Gewichtsklasse nicht den Anschluss verlieren.

Aaron Simpson und Mark Munoz sind zwei der besten Ringer im Mittelgewicht. Ihre gewaltige Schlagkraft setzen sie für gewöhnlich sowohl im Stand als auch beim Ground and Pound verheerend ein – allerdings nicht in ihren letzten Kämpfen im Sommer. Munoz unterlag dem neuen Mittelgewichtstitelherausforderer Yushin Okami knapp nach Punkten, während Simpson von einem wieder erstarkten Chris Leben in der zweiten Runde durch TKO besiegt wurde.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach seiner Entlassung  kehrt der einstige Weltergewichtsstar Karo Parisyan in die UFC zurück. Die psychischen und physischen Probleme überwunden, die ihn monatelang beeinträchtigten, will der Judo-Schwarzgurt bei UFC 123 einen Neuanfang wagen. Ihm im Weg steht der Veteran Dennis Hallman, neben Georges St. Pierre der einzige Kämpfer, der den legendären Matt Hughes gleich zweimal besiegen konnte.

Zwischen den UFC-Neulingen Edson Barboza und Mike Lullo kommt es zum klassischen Duell zwischen Standkämpfer und Bodenkämpfer. Barboza gewann in seiner Heimat Brasilien unzählige Titel im Muay Thai und setzte anschließend seine Fähigkeiten in den amerikanischen MMA-Käfigen erfolgreich ein. Sein Markenzeichen sind schnelle Boxkombinationen und vernichtende Lowkicks. Da sein ursprünglicher Gegner Darren Elkins verletzt ausfiel, trifft Barboza am 20. November auf Mike Lullo. Der Bodenkampfspezialist hatte nur neun Tage Zeit, um sich auf sein UFC-Debüt vorzubereiten.

Einst als eines der größten Talente Englands gefeiert, konnte sich Paul Kelly nach seinem Wechsel ins Leichtgewicht noch nicht richtig behaupten: Der Spezialist für Ground and Pound gewann nur die Hälfte seiner vier Kämpfe in der neuen Gewichtsklasse. Diese Bilanz gilt es gegen den Debütanten TJ O’Brien zu verbessern, doch der hat das perfekte Gegenmittel für Kellys Stärke: eine sehr gefährliche Guard. O’Brien erreichte alle seine sechzehn Siege durch Aufgabe, elf davon mit dem Triangle Choke. Gut für Kelly, dass er mit Paul Sass einen Teamkollegen hat, dessen Spezialität eben dieser Würgegriff ist: „Sassangle“ gewann seine ersten sieben Profikämpfe mit dem Triangle Choke, und auch sein UFC-Debüt.

Obwohl er in vier Kämpfen in der UFC ungeschlagen ist, wurde Nik Lentz nach einer einschläfernden Leistung gegen Andre Winner ins Vorprogramm verbannt. Sein Gegner Tyson Griffin ist hinsichtlich des Unterhaltungswertes das genaue Gegenteil: Bereits fünfmal gewann er den begehrten Bonus für den „Kampf des Abends“. Letztes Jahr stand Griffin noch kurz vor einem Leichtgewichtstitelkampf, doch zwei Niederlagen in diesem Sommer gegen Evan Dunham und Takanori Gomi warfen ihn aus dem Titelgeschehen heraus. Ein Sieg gegen Lentz, der wie er ein starker Ringer ist, bringt Griffin wieder in eine gute Ausgangsposition für die Jagd nach dem Gold.