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Das Hauptprogramm von UFC 123

Mit geballter Starpower reist die UFC am 20. November nach Auburn Hills, Michigan: Vier ehemalige Weltmeister und drei der größten Shootingstars der Organisation werden bei UFC 123 ins Octagon steigen.

Im Mai stürzte Lyoto Machida gleich doppelt ins Unglück: Bei UFC 113 verlor er nicht nur zum ersten Mal in seiner Karriere – nach zuvor sechzehn Siegen in Folge – sondern er musste auch seinen Halbschwergewichtstitel abgeben. Mauricio „Shogun“ Rua dominierte ihren Rückkampf von Beginn an und knockte seinen brasilianischen Landsmann nach dreieinhalb Minuten aus. Auf dem Weg zurück zum Titel muss Machida nun als erstes an Quinton „Rampage“ Jackson vorbei.

Jackson verlor seinerseits den Halbschwergewichtstitel im Juli 2008 an Forrest Griffin. Nach Siegen gegen Wanderlei Silva und Keith Jardine bestritt er im Mai letzten Jahres gegen Rashad Evans einen Titelausscheidungskampf, unterlag ihm jedoch einstimmig nach Punkten. Egal wer den Hauptkampf von UFC 123 gewinnt – er wird im nächsten Jahr definitiv ein großes Wörtchen mitzureden haben, wenn es darum geht, den neuen Herausforderer auf den Halbschwergewichtstitel zu bestimmen.

Bevor Machida und Jackson gegeneinander antreten, kommt es zum dritten Duell von zwei der größten Legenden des MMA-Sports: Matt Hughes und BJ Penn. Hughes ist der dominanteste Weltergewichtschampion in der Geschichte der UFC und ein Mitglied der Ruhmeshalle. Penn ist einer von nur zwei Kämpfern, denen es gelang, zwei Titel in unterschiedlichen Gewichtsklassen in der UFC zu erobern. Ihren ersten Kampf im Januar 2004 gewann Penn in Runde eins durch Aufgabe. Hughes revanchierte sich im September 2006, indem er den Hawaiianer in Runde drei durch TKO besiegte.

Obwohl Penn seit ihrem letzten Aufeinandertreffen insgesamt die größeren Erfolge feiern konnte, lief es in diesem Jahr für Hughes weitaus besser: Er ist momentan drei Kämpfe in Folge ungeschlagen, während Penn zweimal von Frank Edgar nach Punkten besiegt wurde.

Als Gerald Harris vor zwei Jahren an The Ultimate Fighter 7 teilnahm, ahnte kaum jemand, dass das Mittelgewicht sich zu dem besten Kämpfer entwickeln würde, den diese Staffel hervorgebracht hat. Nachdem er in der zweiten Ausscheidungsrunde vom späteren Gesamtsieger Amir Sadollah ausgeschaltet wurde, musste sich Harris in kleineren Organisationen in die UFC kämpfen. Die Mühen und das Warten haben sich gelohnt: In diesem Jahr gewann er im Octagon drei Kämpfe hintereinander, wofür er zweimal den Bonus für den „Knockout des Abends“ einstrich. Momentan ist der ehemalige Comedian zehnmal in Folge unbesiegt.

Seine drei bisherigen Gegner waren allesamt UFC-Debütanten, die noch keine Niederlage in ihrer Kampfbilanz stehen hatten. Auch bei UFC 123 trifft Harris auf einen Neuling: Maiquel Falcao. Falcao gehört derzeit zu den besten Kämpfern der berühmten brasilianischen Kaderschmiede Chute Boxe. Der schlagkräftige Standkämpfer erzielte 21 seiner 25 Siege durch (technischen) Knockout.

Was Harris im Mittelgewicht ist, ist Phil Davis im Halbschwergewicht: Einer der größten Senkrechtstarter dieses Jahres. Er hat ebenfalls seine ersten drei Kämpfe im Octagon souverän gewonnen. Davis ist einer der erfolgreichsten Collegeringer, die in den vergangenen Monaten ihren Weg in die UFC gefunden haben, und er versteht es geschickt, seine ringerischen Fähigkeiten im Octagon umzusetzen. Mit dem unorthodox kämpfenden Tim Boetsch steht ihm erneut ein schwieriger Test bevor.

Momentan befindet sich der BJJ-Schwarzgurt George Sotiropoulos nach sechs Siegen in Folge auf direktem Wege zu einem Leichtgewichtstitelkampf. Den würde er gerne Anfang 2011 in seiner Heimat Australien bestreiten, doch zuvor muss er an Joe Lauzon vorbei, der im August bei UFC 118 gegen Gabe Ruediger die beste Leistung seiner Karriere zeigte. Beide sind dynamische Bodenkämpfer – gute Aussichten also für die Fans, die sich nach Sotiropoulos‘ Kampf gegen Joe Stevenson auf eine weitere Grappling-Gala des Australiers freuen.