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Brandao, Barboza, Miller und Hardy legen bei UFC 146 vor

Die Schwergewichte dominieren am 26. Mai das Hauptprogramm von UFC 146, die leichteren Gewichtsklassen kommen dagegen im Vorprogramm zum Zuge. Wir stellen euch die sieben Vorkämpfe vor.

Im Dezember gewann Diego Brandao als erster Brasilianer überhaupt die vierzehnte Staffel von „The Ultimate Fighter“ mit einem technisch hervorragend ausgearbeiteten Aufgabesieg über Dennis Bermudez. Am 26. Mai steigt der BJJ-Schwarzgurt zu seinem ersten großen Härtetest ins Octagon. Der Ringer Darren Elkins, seit seinem Wechsel ins Federgewicht in zwei Kämpfen ungeschlagen, soll Brandao bei UFC 146 auf Herz und Nieren prüfen.

Edson Barboza ist eines der aufregendsten Leichtgewichte der Welt: Der unbesiegte Brasilianer erhielt allein für seine letzten drei Kämpfe die Auszeichnung für den „Kampf des Abends“. Und im Januar gelang dem Thaiboxer bei UFC 142 mit einem Spinning-Heel-Kick gegen Terry Etim ein Knockout, der noch immer zu den schönsten dieses Jahres zählt. Barboza trifft bei UFC 146 auf Jamie Varner, der nach sechsjähriger Abstinenz erstmals wieder im Octagon antritt. Varner, der seine Stärken im Ringen und Boxen hat, kämpfte von August 2006 bis März 2007 in der UFC. Anschließend stieg er für World Extreme Cagefighting in den Käfig, wo er zwei Jahre lang den Leichtgewichtstitel hielt.

Jason „Mayhem“ Miller kehrte im Dezember nach über sechsjähriger Auszeit in die UFC zurück. Nachdem er bei „The Ultimate Fighter 14“ als Trainer fungierte, kämpfte er bei der Finalshow gegen Michael Bisping und unterlag ihm in der dritten Runde durch TKO. UFC-Präsident Dana White war von Millers Leistung in diesem Kampf überhaupt nicht angetan und spielte bereits mit dem Gedanken einer Entlassung. Bei UFC 146 muss Miller seinen Vorgesetzten unbedingt überzeugen. Leicht wird das allerdings nicht, denn auch sein Gegner CB Dollaway steht gehörig unter Druck. Der „Ultimate Fighter 7“-Finalist verlor seine letzten beiden Kämpfe durch TKO und braucht nun dringend einen Sieg, um in der UFC zu bleiben.

Ein wesentlich höherer Erfolgsdruck lastet auf Dan Hardy, der zuletzt viermal in Folge verloren hat. Zwar trat er dabei jedes Mal gegen hochkarätige Gegner an, doch einen weiteren Ausrutscher darf sich der Engländer keinesfalls erlauben. Auf seinen Auftritt dürfen sich besonders Fans des Standkampfs freuen, denn der Kickboxer trifft auf Duane Ludwig, einen ehemaligen Weltmeister im Thaiboxen. Seit Ludwig vom Leichtgewicht wieder ins Weltergewicht gewechselt ist, gewann er zwei von drei Kämpfen.

Mit einer Kampfbilanz von 12-0 gehört Paul Sass zu den erfolgreichsten Kämpfern aus Großbritannien. Sass ist ein Bodenkampfspezialist, der den Triangle Choke zu seinem Markenzeichen gemacht hat: Acht Gegner zwang er mit diesem Würgegriff bereits zur Aufgabe. In der UFC kämpfte Sass bislang nur gegen Gegner, die ihre Stärken im Standkampf haben. Mit Jacob Volkmann, einem starken Ringer und Bodenkämpfer, muss sich Sass erstmals mit jemandem messen, der ihm auf der Matte ebenbürtig ist. Volkmann ist seit seinem Debüt im Leichtgewicht in fünf Kämpfen ungeschlagen.

Lange Jahre mussten die MMA-Fans auf das UFC-Debüt von Glover Teixeira warten, bei UFC 146 ist es endlich soweit. Der langjährige Trainingspartner der UFC-Legende Chuck Liddell hat seine letzten fünfzehn Kämpfe dominant gewonnen, vierzehn davon vorzeitig. Teixeira, der in Brasilien geboren wurde, aber in Kalifornien eine neue Heimat gefunden hat, ist ein BJJ-Schwarzgurt mit Dampf in den Fäusten und Beinen. Den wird er brauchen, denn mit dem Kickboxer Kyle Kingsbury erwartet ihn einer der größten Senkrechtstarter im Halbschwergewicht in den vergangenen Jahren.

Eröffnet wird UFC 146 von den Federgewichten Mike Brown und Daniel Pineda. Brown, ein ehemaliger Federgewichtschampion von World Extreme Cagefighting, kehrt nach längerer Verletzungspause zurück und trifft mit Pineda auf einen hungrigen Newcomer, der während seiner Auszeit zwei blitzschnelle Aufgabesiege eingefahren hat.