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Antonio Silva debütiert in der UFC

Am 26. Mai steigt eines der besten Schwergewichte der Welt zum ersten Mal ins Octagon. Der Brasilianer tritt bei UFC 146 gegen den ehemaligen Weltmeister Cain Velasquez an.

Sechs Jahre und neunzehn Kämpfe musste Antonio Silva darauf warten, einen großen Schritt zum wichtigsten Ziel seiner sportlichen Karriere zu machen: Am 26. Mai debütiert der 32 Jahre alte Brasilianer bei UFC 146 in Las Vegas, Nevada im Octagon der UFC.

„Es war schon immer mein Traum, in der UFC zu kämpfen“, erzählt Silva. „Jeder Kämpfer in unserem Sport träumt davon. Die UFC hat die besten Schwergewichte der Welt und ich freue mich sehr darauf, mich von nun an mit ihnen messen zu können. Ich will die Nummer eins der Welt werden und glaube, dass ich dieses Ziel auch erreichen kann. Um mein Ziel zu erreichen, kämpfe ich gegen wirklich jeden. Sagt mir einfach wann und wo, und ich werde da sein.“

Silva hat sechzehn seiner neunzehn Kämpfe gewonnen, vierzehn davon vorzeitig. Er siegte unter anderem über die russische Legende Fedor Emelianenko und die früheren UFC-Weltmeister Andrei Arlovski und Ricco Rodriguez. Er gewann die Titelgürtel von EliteXC und den britischen Organisation Cage Rage und Cage Warriors.

Eine erfolgreiche Karriere im Rücken, bestreitet Silva sein UFC-Debüt jedoch mit einer Niederlage im Gepäck: Daniel Cormier schlug ihn im September 2011 im Halbfinale des World Grand Prix von Strikeforce in der ersten Runde KO. Seitdem hat Silva nicht mehr gekämpft.

„Cormier ist ein guter Mensch und ein großartiger Kämpfer, aber an dem Tag hätte er auch Lotto spielen müssen“, sagt Silva. „Sein erster Schlag hat mir einfach zu sehr zugesetzt, danach konnte ich nicht mehr gut kämpfen.“

Cormier, der den World Grand Prix am 19. Mai gewann, ist ein Teamkollege und Trainingspartner von Cain Velasquez, der Silva an diesem Samstag in der UFC empfängt.

„Velasquez ist ein harter Gegner und es wird ein schwerer Kampf für mich werden“, sagt Silva. „Velasquez ist ein leichtes und sehr schnelles Schwergewicht. Deswegen werde ich mich ebenfalls etwas leichter einwiegen als bisher. Ich musste meine Schnelligkeit steigern, um ihm gegenüber nicht im Nachteil zu sein. Ich respektiere Velasquez und sein Team sehr, aber sobald ich im Octagon stehe, ist es mit dem Respekt vorbei, denn dann werde ich alles tun, um ihn zu besiegen.“

Velasquez hat in seiner Karriere bislang nur einmal verloren. Der frühere Schwergewichtsweltmeister gilt als einer der komplettesten Kämpfer in seiner Gewichtsklasse. Er ist nicht nur ein sehr starker Ringer, sondern auch ein variabler Kickboxer. Silva ist jedoch nicht minder vielseitig: Er hält Schwarze Gürtel im Karate, Judo und im brasilianischen Jiu-Jitsu. Dementsprechend ist es ihm egal, auf welche Art und Weise Velasquez seine ringerischen Vorteile ausspielen wird.

„Jeder Kampf beginnt im Stand, auch der unsere“, sagt Silva. „Zunächst werden wir also im Stand kämpfen; dort kämpfe ich am liebsten. Wenn Velasquez mich dann zu Boden bringt, werde ich meine Fähigkeiten im Jiu-Jitsu und mein Ground and Pound einsetzen. Er kann sich also aussuchen, wie ich ihn besiegen werde.“