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Anderson Silva gelingt Titelverteidigung gegen Chael Sonnen

Tito Ortiz geht mit Niederlage in Rente, Maia und Mendes mit schnellen Siegen. Hier findet ihr alle wesentlichen Informationen zu UFC 148 aus Las Vegas, Nevada.

Anderson Silva besiegte Chael Sonnen im Hauptkampf von UFC 148 ein zweites Mal im Duell um die Weltmeisterschaft im Mittelgewicht. Die erhoffte Vergeltung für Sonnens respektloses Verhalten der vergangenen Monate war es jedoch nicht. Im Gegenteil, der Kampf begann genau wie ihr erster Kampf bei UFC 117 im August 2010. Sonnen holte Silva mit einem Double-Leg-Takedown von den Beinen und kontrollierte ihn anschließend aus der Oberlage. Sonnen traf mit einigen kurzen Schlägen, kurz vor Ende der Runde nahm er sogar die Mount-Position ein.

In Runde zwei schlug Sonnen mit einer Spinning-Backfist ins Leere und landete daraufhin auf dem Boden. Silva attackierte ihn mit einem Kniestoß zum Körper und setzte auf der Matte mit Schlägen nach, bis der Ringrichter den Kampf nach 1:55 Minuten beendete. Silva verteidigte damit nicht nur seinen Gürtel, sondern auch seine Ehre.

Tito Ortiz tritt mit Niederlage ab

Das dritte Aufeinandertreffen von Forrest Griffin und Tito Ortiz entwickelte sich zu einer ähnlich unterhaltsamen Angelegenheit wie ihre ersten beiden Kämpfe. Ortiz brachte Griffin früh zu Boden und arbeitete mit seinem patentierten Ground and Pound, das ihm vor einigen Jahren die Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht bescherte. Griffin kam zwar wieder auf die Beine zurück, musste auf dem Weg nach oben aber weitere Schläge einstecken.  Im Stand übernahm Griffin dann das Kommando.

Zu Beginn der zweiten Runde schlug Ortiz Griffin mit einer Rechten nieder, doch der erholte sich schnell und verbrachte den Rest der Runde damit, Ortiz im Stand zuzusetzen. Die dritte Runde verlief ähnlich wie die zweite – Niederschlag von Ortiz, gefolgt von Griffins Dominanz im Standkampf.

Alle drei Punktrichter werteten den „Kampf des Abends“ mit 29-28 für Griffin. Für Ortiz war es nach fünfzehn Jahren bei der UFC der letzte Auftritt im Octagon.

Erster Erfolg für Cung Le

Bei seinem zweiten Kampf in der UFC gelang Cung Le der erste Sieg seit seinem Wechsel von Strikeforce. Mit dem kanadischen Rückkehrer Patrick Cote – ebenfalls ein Spezialist für den Standkampf – duellierte er sich drei Runden lang im Stand.

Le setzte wie immer seine spektakuläre Videospieloffensive ein – Spinning Wheelkick, Spinning Backkick, Spinning Backfist und Tritte zum Kopf. Cote traf Le zwar aus der Nahdistanz, doch Le kontrollierte den Kampf über den Großteil der fünfzehn Minuten. Das sahen auch die drei Punktrichter so, die ihm den Sieg mit jeweils 30-27 zusprachen.

Maia und Mendes mit schnellen Siegen

Der Brasilianer Demian Maia feierte gegen den Südkoreaner Dong Hyun Kim ein erfolgreiches Debüt im Weltergewicht. Maia, ein mehrfacher BJJ-Weltmeister, warf Kim aus dem Clinch auf die Matte. Dabei zog sich Kim eine Rippenverletzung zu, aufgrund der er nach nur 47 Sekunden nicht mehr weiterkämpfen konnte.

Der frühere Federgewichtstitelherausforderer Chad Mendes bereitete dem „Ultimate Fighter 12“-Teilnehmer Cody McKenzie einen unangenehmen Empfang bei dessen Debüt im Federgewicht. McKenzie ging nach einem Körpertreffer zu Boden, woraufhin Mendes sich auf ihn hechtete und den Kampf nach 31 Sekunden mit Hammerschlägen beendete.

Nur einstimmige Punktsiege im Vorprogramm

Mike Easton besiegte Ivan Menjivar und bleibt damit in der UFC weiterhin ungeschlagen. Melvin Guillard kehrte mit einem Sieg über den Brasilianer Fabricio Camoes in die Erfolgsspur zurück.

Der junge Russe Khabib Nurmagomedov meisterte den härtesten Test in seiner Karriere – in Form des Brasilianers Gleison Tibau – souverän. Constantinos Philippou setzte sich gegen den Japaner Riki Fukuda durch.

Shane Roller verwehrte John Alessio den ersten Sieg in der UFC. Der Brasilianer Rafaello Oliveira rettete seine UFC-Karriere mit einem Erfolg über den Kubaner Yoislandy Izquierdo.