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Aller guten Dinge sind drei

Frankie Edgar und Gray Maynard stehen sich am 8. Oktober im spannendsten Weltmeisterschaftskampf des Jahres gegenüber. Bei UFC 136 geht es zum zweiten Mal um die Krone im Leichtgewicht.

Der beste Kampf des Jahres fand bereits am 1. Januar statt. Der unbesiegte Gray Maynard forderte bei UFC 125 Frankie Edgar heraus, es ging um die Weltmeisterschaft im Leichtgewicht. Ihr erstes Duell im April 2008 hatte Maynard einstimmig nach Punkten gewonnen, und auch beim Rückkampf sah es zunächst ganz nach einem Triumph des 32 Jahre alten „Ultimate Fighter 5“-Teilnehmers aus.

Maynard schlug Edgar in Runde eins gleich viermal nieder, schaffte es aber nicht, den 29 Jahre alten Titelverteidiger vorzeitig zu besiegen. Stattdessen verausgabte er sich und gab Edgar in der zweiten Runde die Möglichkeit, wieder in den Kampf zu finden. Die Runden drei bis fünf verliefen sehr ausgeglichen. Die beiden Ringer landeten einige Treffer mit ihren Schlagkombinationen, wobei Maynard wohl den größeren Schaden verursachte. Edgar hingegen punktete zudem mit Lowkicks und Takedowns.

Nach den fünf Runden lag es an den drei Punktrichtern, einen Sieger zu ermitteln – doch die werteten den Kampf als Unentschieden.

„Ich dachte, ich hätte es vermasselt“, erinnert sich Maynard. „Es war ein furchtbares Gefühl. Am schlimmsten war es, zu wissen, dass jemand, den ich bereits besiegt hatte und dann noch einmal besiegte, noch immer der Weltmeister war. Das war schmerzhaft und es ist nach wie vor schmerzhaft. Er läuft jetzt mit dem Gürtel umher, aber der gehört mir und ich werde ihn mir holen.“

Obwohl Edgar den Leichtgewichtstitel behielt, war auch er von dem Kampfausgang alles andere als begeistert.

„Ich war einfach nur enttäuscht“, blickt Edgar zurück. „Es war ein Unentschieden und ich war immer noch der Weltmeister, aber es fühlte sich wie eine Niederlage an. Ich kann Niederlagen nicht ausstehen. Aber damals war mir noch nicht klar, was ich für eine Leistung gezeigt habe, nachdem ich diese fürchterliche erste Runde überstanden hatte. Jetzt bin ich stolz darauf, wie ich anschließend noch in den Kampf gefunden habe. Aber ich habe ihn nicht gewonnen. Ich habe vielleicht nicht verloren, aber eben auch nicht gewonnen – und das ist mein Hauptziel, das ist das Wichtigste.“

Zwischen ihrem letzten und diesem Kampf liegen rund acht Monate. Ein früheres Aufeinandertreffen kam aufgrund von Verletzungen nicht zustande. Maynard und Edgar betonen beide, dass sie dadurch genug Zeit hatten, um an ihren Fähigkeiten zu arbeiten. Ihr dritter Kampf soll ganz anders aussehen als ihre ersten beiden.

„Wir sind beide gewachsen und haben uns weiterentwickelt“, meint Maynard. „Wenn man gegen die Besten der Welt kämpft, muss man sich kontinuierlich verbessern. Ich klammere mich nicht an die Tatsache, dass ich schon einmal gegen ihn gewonnen habe. So etwas vergesse ich. Aber wenn ihr mich fragt, wer mich besiegt hat, dann nenne ich euch das Datum, die Uhrzeit, den Gegner und seine Geschichte – ich erzähle euch alles darüber. Ich hasse Niederlagen. Ich hasse Unentschieden. Ich hasse alles außer einem Sieg.“

Edgar, der in den vergangenen zwei Jahren nur gegen Maynard und zweimal gegen BJ Penn gekämpft hat, will den „Fall Maynard“ am Samstag endlich zu den Akten legen.

„Ich habe die Schnauze voll davon, über Gray Maynard nachzudenken“, sagt Edgar. „Ich habe aber noch nicht die Schnauze voll davon, gegen ihn zu kämpfen. Für mich gab es bislang ein Unentschieden und eine Niederlage – jetzt ist es an der Zeit, dass ich ihn besiege und dann ein und für allemal abhake. Aller guten Dinge sind drei.“